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So soll einmal die Häuserzeile an der Berger Straße / Ringelstraße in Bornheim aussehen, wenn die Brache gebaut ist.

Bornheim

Arbeiten an der Berger Straße

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Auf dem brachliegenden Grundstück zwischen Berger Straße und Ringelstraße tut sich etwas. Ab Sommer soll dort ein Mix aus Wohnungen und Gewerbe entstehen.

Das brachliegende Grundstück zwischen Berger Straße und Ringelstraße hat erneut den Eigentümer gewechselt. Ende vergangenes Jahres hat die Ozean Immobilien Projektentwicklungs GmbH das Bornheimer Areal übernommen. Das Unternehmen aus Herrenberg in Baden-Württemberg will an der Planung des Vorgängers festhalten und einen Mix aus Wohnen und Gewerbe errichten. Die Bauarbeiten sollen im Sommer beginnen und bis Ende 2022 andauern.

Noch Anfang des Jahres hatte der vorherige Eigentümer, die FBW-Gruppe aus Dreieich, auf FR-Nachfrage mitgeteilt, im März mit dem Bau zu beginnen. Ein Jahr zuvor wurde das 3800 Quadratmeter große Areal gerodet und einen Bauzaun aufgestellt. Es zählt in Frankfurt wohl zu den bekanntesten Baugrundstücken. Vor mehr als 18 Jahren erlangte es traurige Berühmtheit, als dort ein altes Haus an der Berger Straße einstürzte. Ein Teil der Fassade krachte auf den Bürgersteig und verletzte Passanten mit Kindern. Damals war die Fläche noch im Besitz des inzwischen verstorbenen Investors Heinrich Gaumer.

Eine Baugenehmigung für das Areal liegt bereits seit Ende 2018 vor, sagt die Leiterin der Bauaufsicht, Simone Zapke. Diese gelte auch für den neuen Eigentümer, so die Rahmenbedingungen, wie die Anzahl der Etagen und der geförderten Wohnungen, bleiben. Bislang seien der Behörde keine Änderungspläne vorgelegt worden. Dafür aber ein Bauzeitenplan, demnach die Arbeiten im August beginnen sollen.

Ozean Immobilien bestätigt auf Anfrage, an den Plänen, die der Vorgänger mit dem Architekturbüro Ilter aus Frankfurt entwickelt hat, festhalten zu wollen. „Im Wesentlichen erarbeiten wir derzeit mit Ilter Architekten die Auswirkungen der Baugrube auf den bestehenden Entwurf“, teilt ein Sprecher der Gesellschaft mit. „Umplanungen sind nur im technischen Sinne vorgesehen.“ Auf der Homepage der Firma sind dieselben Entwürfe zu sehen, die schon FBW präsentiert hatte.

Demnach sollen fünf Gebäude entlang der Berger und der Ringelstraße entstehen und die vorhandene Baulücke schließen. Im Erdgeschoss an der Berger ist eine Gewerbefläche eingeplant, an der Ringelstraße ein Kindergarten mit Außengelände im Innenhof. Zwischen den beiden Straßen ist ein öffentlicher Weg vorgesehen, in einer Tiefgarage gibt es Platz für rund 100 Autos.

Insgesamt 67 Wohnungen möchte der Investor errichten, „zum Teil barrierefrei oder auch familiengerecht“. 28 Wohnungen sollen nach dem ersten und dem zweiten Förderweg der Stadt Frankfurt gebaut werden. „Die übrigen Einheiten entstehen freifinanziert“, sagt der Sprecher. „Das Preissegment orientiert sich am Frankfurter Immobilienmarkt für Wohnungen mit hochwertiger Ausstattung.“

Der Baustart sei für Sommer geplant. Bereits in der kommenden Woche soll es erste Untersuchungen des Baugrunds auf dem Areal geben. Zudem habe der Investor Kontakt zu den Nachbarn und dem Ortsbeirat 4 aufgenommen.

Das bestätigt Ortsvorsteher Hermann Steib (Grüne). „Das ist viel mehr, als wir bisher hatten.“ Mit den vorherigen Eigentümern habe es keinen Austausch gegeben. Ozean Immobilien dagegen habe zugestimmt, das Projekt in einer der kommenden Ortsbeiratssitzungen vorzustellen. Sollte die verwahrloste Brache endlich bebaut werden, wäre das „äußerst erfreulich“.

Für den Investor ist es nicht das erste Projekt in Frankfurt. Die Gesellschaft, die sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeimmobilien spezialisiert hat, hat bereits am Riedberg frei finanzierte Wohnungen gebaut.

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