Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Krise

Booster-Impfungen: Appell trifft auf Realität

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen

Die Politik rät zur Drittimpfung. Doch wer bekommt die? Wo bekammt man die? Wann bekommt man die? Das Chaos ist groß. Ein Kommentar.

Lassen Sie sich impfen! Kümmern Sie sich um die Auffrischungsimpfung! Schützen Sie sich, schützen Sie andere!

So schallt es uns nun seit Wochen entgegen. Die Politik ruft zum Impfen auf, die Gesundheitsverbände sowieso, der Handel hofft auf mehr Impfungen, um einen Lockdown zu verhindern, die Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich mehr geimpfte Schüler:innen – und auf Twitter versichern sich Menschen gegenseitig, dass sie geimpft sind. Das ist alles richtig und sinnvoll, aber wie sieht denn die Realität aus?

Wer jetzt bei Hausarzt oder Hausärztin einen Termin für eine Booster-Impfung vereinbaren will, spricht oft mit Sprechstundenhilfen, die verständlicherweise genervt sind. Ihre Empfehlung: Rufen Sie noch einmal an, kurz bevor Ihre Zweitimpfung ein halbes Jahr her ist. Aber hieß es nicht gerade erst, dass man sich schon nach fünf Monaten „boostern“ lassen soll? Und wird es im Januar oder Februar zeitnah Termine geben?

Dann doch lieber ins Impfzentrum, mag man sich denken. Davon gibt es noch einige wenige. Im Sommer hatte die Kassenärztliche Vereinigung die weitgehende Schließung begrüßt. Aus heutiger Sicht eine völlig absurde Haltung. Doch wer bekommt da die dritte Impfung? Die Stadt Frankfurt schafft es seit Tagen nicht, dazu eine Aussage klipp und klar zu formulieren. Man impfe nach Stiko-Empfehlung, heißt es da erst, also derzeit nur ältere Menschen und Risikogruppen. Nächster Satz: Generell können auch alle anderen Personen einen Booster bekommen. Generell? In der Praxis werden Leute abgewiesen und beschweren sich dann bei ihrer Zeitung, die das Rumgeeiere der Stadt übernommen hatte.

Und nun? Wenn das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von 20 Millionen Booster-Impfungen erreicht werden soll, braucht es wieder Impfzentren. Und es wird auch ein System für die Terminvergabe brauchen, denn wenn die Stiko ihre Empfehlung ändert, wird die Nachfrage riesig sein. Mit der Organisation müssen die Städte jetzt beginnen, eigentlich hätten sie längst beginnen müssen. Dass der Ausbau des Frankfurter Impfzentrums Gestalt annimmt, ist zumindest ein Lichtblick in schwierigen und chaotischen Zeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare