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Oliver Lang, Vorsitzender der Kleingartenstiftung Rhein-Main,will hier besondere Arten pflanzen.
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Oliver Lang, Vorsitzender der Kleingartenstiftung Rhein-Main,will hier besondere Arten pflanzen.

Bonames

Wildobst-Workshops im Bonameser Nordpark

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Oliver Lang will das Gelände seiner Kleingarten-Stiftung aufwerten, um es danach öffentlich zugänglich zu machen. Der Ortsbeirat 10 steht den Plänen noch skeptisch gegenüber.

Wenn Oliver Lang auf das Gelände seiner Kleingarten-Stiftung Frankfurt/Rhein-Main in direkter Nachbarschaft zum Bonameser Nordpark schaut, hat er kein gutes Gefühl. Das rund 1000 Quadratmeter große Areal ist verwildert, übersät von Unrat und Bauschutt. Das soll sich jetzt ändern. Lang möchte die Fläche wieder herrichten und für die Öffentlichkeit zugänglich machen, um dort sein Wissen über Wildobst und Biodiversität zu vermitteln.

Künftig sollen auf der Fläche Wildobstbäume und -sträucher wachsen, „Arten mit hohen Gesundheitswerten sowie robuste, pflegeleichte, vielfach kleinstrauchige Gehölze“, erläutert Lang, der auch Vorsitzender des Regionalverbands Kleingärtner Frankfurt/Rhein-Main ist. „Viele Wildobstarten sind in Vergessenheit geraten, weil sie wenig oder gar nicht genutzt wurden.“ Damit sei ihre Bedeutung für die Ökologie und den Menschen aus unserem Bewusstsein verschwunden.

Dem möchte Lang entgegenwirken. Er will Mispeln oder Esskastanien anbauen, auch „geschmacklich einzigartige Beeren und Früchte“. Auf dieser Basis soll dann „Umweltbildung im weitesten Sinne stattfinden“. Ziel sei es, die Akzeptanz für Wildobst zu erhöhen und Wissen in Workshops zum Erhalt und zur Ausweitung der Biodiversität in Kleingärten zu vermitteln.

Vorbeikommen dürfe jeder Interessierte. Vor allem Schulklassen sind willkommen, die dort an Workshops teilnehmen oder sogar selbst welche organisieren. Sie könnten sich mit Fragen beschäftigen wie: „Welche Wildbäume oder -sträucher können im Garten kultiviert werden?“ „Welche Insekten profitieren von Wildobstgehölzen?“ Oder: „Wie können die Wildfrüchte zubereitet werden?“ Wenn es nach Oliver Lang geht, könnten die Aufräumarbeiten und die Einzäunung des Geländes jetzt im Frühjahr beginnen. Vorausgesetzt, das nötige Geld ist beisammen. Lang schätzt die Kosten auf rund 10 000 Euro. Um einen Zuschuss von 3000 Euro bat er jüngst den Ortsbeirat 10.

Das Stadtteilparlament ist jedoch skeptisch. So zeigt es sich verwirrt, dass der Antragssteller selbst Vorsitzender der Stiftung ist. Diese sei eigentlich für die Finanzierung zuständig, findet Julian Langner (FDP). Michael Bartram-Sitzius (SPD) gibt zu bedenken, ob auch nachfolgende Projekte auf dem Gelände finanziert werden können. Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) möchte zunächst mehr Details über das Projekt erfahren, bevor das Gremium entscheidet. Lothar Kramer (Linke), schlägt einen Vor-Ort-Termin vor: „Ich bin von der Projektidee begeistert.“

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