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TSV Bonames: Der lange Weg zur Fitnessbank

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Von: Fabian Böker

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An der neuen Fitnessbank des TSV Bonames können künftig Jung und Alt trainieren. Dany Kupczik vom TSV und Pfarrer Thomas Volz machen es auf dem Gelände der Kita Sternenzelt, Kirchhofsweg 9, vor.
An der neuen Fitnessbank des TSV Bonames können künftig Jung und Alt trainieren. Dany Kupczik vom TSV und Pfarrer Thomas Volz machen es auf dem Gelände der Kita Sternenzelt, Kirchhofsweg 9, vor. © Michael Schick

Zwei Jahre lang musste der TSV Bonames für seine Fitnessbank kämpfen. Die Stadt meldete stets Bedenken wegen der Haltbarkeit und Wartung an. Nun steht die Bank auf dem Gelände einer Kita im Kirchhofsweg.

Die Freude beim TSV Bonames ist groß: „Was lange währt, wird endlich gut!“ – so kommentiert der Sportverein aus dem Frankfurter Norden die Freigabe einer Bewegungsbank im Stadtteil. Zwei Jahre hatten sich die Mitglieder dafür eingesetzt. Die Bank steht nun auf dem Gelände der Kita Sternenzelt im Kirchhofsweg 9.

Eine Bewegungs- oder Fitnessbank ist mehr als eine normale Bank. Man kann auf ihr zwar auch sitzen, aber eben nicht nur. Sie stellt, so der Hersteller Moveuments aus Mainz, eine Mischung aus Sitzbank und Aktivitätsangebot dar. An ihr können verschiedene Übungen gemacht werden. Von der schrägen Liegestütze für die oberen Extremitäten über Ruderbewegungen zur Rumpfstabilität bis hin zum Treppensteigen, um die unteren Extremitäten in Form zu halten.

Doch eine solche Bank in Bonames aufzustellen, das war gar nicht so einfach. Bereits Ende 2021 hatte der Magistrat einen Antrag des Ortsbeirates 10 (Preungesheim, Eckenheim, Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg), der das Vorhaben unterstützte, abgelehnt.

An dieser Einstellung hat sich bis heute nichts geändert. Eine Sprecherin des zuständigen Grünflächenamtes teilt mit, dass der Magistrat zwar grundsätzlich Vorschläge begrüße, „die dazu geeignet sind, Menschen zu sportlicher Bewegung zu motivieren“. Bei der Fitnessbank aber sei man zu der Einschätzung gekommen, „dass sie im Hinblick auf eine langjährige Haltbarkeit und Wartung besser in einem geschützten Raum steht“. Insbesondere die an der Rückenlehne angebrachte Schildertafel sei anfällig für Vandalismus oder Schäden durch Graffiti.

Das sieht der Sportverein anders. Um Beschädigungen durch Graffiti zu verhindern, gebe es eine spezielle Beschichtung. Und wie hoch der Wartungsbedarf wirklich sei, wisse die Stadt gar nicht. Denn als sich der Magistrat zwei Monate nach der Stellungnahme zur Bank in Bonames zu einer in Harheim geplanten Bank geäußert hat, klang das so: „Dem Magistrat liegen bisher keine Erfahrungen vor, wie hoch der Wartungsaufwand für Fitnessbänke einzuschätzen ist.“ Und bat den zuständigen Ortsbeirat 14 um Vorschläge für Standorte.

Diese hatte auch der Ortsbeirat 10 gemacht, zum Beispiel das Wochenmarktgelände Am Wendelsgarten oder den Saalbau Nidda. Geworden ist es nun das Kirchengelände der Miriamgemeinde. Pfarrer Thomas Volz ist selbst Mitglied beim TSV.

Geschäftsführerin Dany Kupczik sieht sich schon nach wenigen Tagen, die die Bank in Betrieb ist, bestätigt. Sie sieht regelmäßig Kinder und Jugendliche, die Übungen machen, aber auch Senioren und Seniorinnen, die die Bank einfach zum Sitzen nutzen. „Die Bank ist 24 Stunden zugänglich“, erklärt Kupczik.

Sie sei „ganz niederschwellig, um Jung und Alt zu körperlicher Aktivität zu motivieren“, ergänzt Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt. An dessen Geschäftsstelle in Fechenheim steht bereits so eine Bank, eine weitere gibt es auf dem Universitätsgelände und zwei bei der Sportjugend. Alles auf privatem Gelände also, ohne Beteiligung der Stadt.

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