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Niddauferweg: Asphalt gegen Pfützen

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Von: Judith Dietermann

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Der Radweg entlang der Nidda ist beliebt und vielbefahren.
Der Radweg entlang der Nidda ist beliebt und vielbefahren. © renate hoyer

Der Niddauferweg zählt zu den beliebtesten Strecken in Frankfurt. Aber die Uferseiten sind nicht durchgängig asphaltiert. Das führt vor allem im Winter zu gefährlichen Situationen. Die Stadt will nun den Abschnitt zwischen Ginnheim und Bonames sanieren.

Er ist eine der wohl beliebtesten Strecken im Stadtgebiet: Der Radweg entlang der Nidda. Vor allem im Sommer. Dann ist es dort oft so voll, dass es zu Konflikten mit Fußgängerinnen und Fußgängern kommt. Im Winter ist nicht so viel los, und nur hartgesottene Radfahrer:innen rollen über den Weg entlang des kleinen Flusses. Das liegt aber nicht nur an den Temperaturen, sondern auch am Zustand des Weges. Vor allem zwischen Ginnheim und dem Alten Flugplatz Bonames. Denn nach längeren Regenfällen bilden sich viele Pfützen auf dem Weg.

„Mehr als die Hälfte ist dann mit Wasser bedeckt“, sagt Hans Ilkenhahn, der regelmäßig auf der Strecke mit dem Rad unterwegs ist. Bei Frost wird dann das auf den Wegen stehende Wasser zu Eis, der das Fahren auf dem Radweg zu einer Rutschpartie macht. „Es war an einem Tag so schlimm, dass ich gestürzt bin und kurz ohnmächtig war. Ich hatte Glück, dass nicht mehr passiert ist. Dort muss eine Lösung her“, fordert Ilkenhahn.

Die Probleme könnten daher rühren, dass auf eine Asphaltdecke verzichtet wurde sowie der schlechten Pflege der rund vier Kilometer langen Strecke, meint er. Hinzu komme: Der Weg sei viel zu schmal. Ein Ausbau, wenn möglich auf 3,50 Meter mit durchgehender Asphaltierung, erachte er daher als notwendig. So könnte vielleicht auch das Problem der massiven Grob- und Feinstaubbildung durch zerriebenen Schotter im Sommer behoben werden.

Damit spricht der Radfahrer dem Stadtverordneten Robert Lange (CDU) aus der Seele. Er hat das Thema gar bis in den Römer gebracht, indem er die Fragestunde der jüngsten Stadtverordnetenversammlung nutzte, um das Thema publik zu machen. Stellenweise sei der Niddauferweg ab Ginnheim gen Norden in einem sehr schlechten Zustand. Daher werde der Weg nicht selten gemieden, so Lange.

Während andere Abschnitte des Niddauferweges in jüngster Zeit bereits mit offenporigem, hellem Asphalt umwelt- und tiergerecht befestigt wurden, sollte dies doch nun auch im Abschnitt zwischen Ginnheim und dem Alten Flugplatz realisiert werden, meint Lange und forderte deshalb eine regenwettertaugliche Oberflächenbefestigung. Laut Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) müssen alle baulichen Maßnahmen an der Nidda von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt werden, da sich der Fluss im Landschaftsschutzgebiet befindet. Zu den Niddauferwegen sei zwischen der Stadtentwässerung und der Unteren Naturschutzbehörde die Regelung getroffen worden, dass es im Regelfall auf der einen Seite der Nidda einen gut befahrbaren, nach Möglichkeit asphaltierten Weg geben sollte. Auf der anderen Seite sollte der Weg eher naturbelassen sein.

Für den Abschnitt zwischen Ginnheim und dem Alten Flugplatz sei allerdings bereits eine Sanierung in naher Zukunft geplant. Eingebaut werden soll auf der zu asphaltierenden Uferseite eine wasserdurchlässige Asphaltdeckschicht, die auch zu einer Geräuschdämpfung beitragen soll – mit einer Stärke von 40 bis 50 Zentimetern und guter belastbarer Tragschicht.

Dies sei jedoch nur dort möglich, wo keine Bäume am Weg stehen, die durch das Asphaltieren beschädigt werden könnten. Daher müsse von Fall zu Fall mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden, wie verfahren wird.

„Es wird auch ein Baumgutachter hinzugezogen, der die Wurzeln der etwa 20 kritischen Bäume in Augenschein nehmen soll“, kündigt Majer an. Dazu müssten am Wegrand sogenannte Schürfe, also Gruben von geringer Tiefe, gegraben werden. Ab diesem Jahr soll mit der Planung für den Ausbau begonnen werden. „Mit der Umsetzung rechnen wir aber nicht vor Ende des Jahres“, so der Dezernent.

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