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Im Heimatmuseum Bonames, Harheimer Weg, stehen Schriftführer Jochen Ditschler (l.) und Vereinsvorsitzender Horst Ulmer vom Heimat und Geschichtsverein Bonames.
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Im Heimatmuseum Bonames, Harheimer Weg, stehen Schriftführer Jochen Ditschler (l.) und Vereinsvorsitzender Horst Ulmer vom Heimat und Geschichtsverein Bonames.

Bonames

Neue Heimat für das Geschichtsmuseum Bonames

Der Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins sucht neue Räume, um seine Fundstücke erforschen und ausstellen zu können. Dabei kann er jede ehrenamtliche Hilfe gebrauchen.

Horst Ulmer blättert durch die Inventarliste des Heimatmuseums Bonames. Rund 1000 Stücke sind darin katalogisiert. Von den Fotos, die gescannt, ausgedruckt und an die Wand gepinnt wurden, bis zum alten Kaffeeservice, das kunstvoll verziert ist, aber keinen Bezug zu Bonames hat. Der Katalog ist ein Sinnbild für den Modernisierungsstau des Museums.

Viele Stücke sind im Katalog mit einer Sütterlin-durchsetzten Handschrift beschrieben. Die kann Ulmer, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Bonames, nicht auf Anhieb entziffern. Viele Felder in den Spalten sind nicht ausgefüllt. Aus welchem Jahr Fotos und Ausstellungsstücke stammen, ist oft unbekannt. Eine Suchfunktion, wie sie ein digitaler Katalog hätte, gibt es nicht.

Die Digitalisierung des Katalogs ist aufwendig, sie ist aber nur ein kleiner Teil der Arbeit, die sich der Vorstand des Vereins vorgenommen hat. Seit drei Jahren sind Ulmer als Vorsitzenden, Natalie Mack als Stellvertreterin und Jochen Ditschler als Schriftführer im Amt. „Die Content-Arbeit ist das, was am meisten Kraft kostet“, sagt Ditschler. Alle Ausstellungsstücke müssten erforscht werden, um herauszufinden, woher die Stücke stammen. Dann könnten die Objekte in eine Schau konzeptionell eingebunden werden, die nachvollziehbar von der Geschichte Bonames berichtet. Das neue Konzept für das Museum ist ein Fernziel des Vereins. Am jetzigen Standort lasse sich daran nicht arbeiten, meinen Ulmer und Ditschler. „Der Raum ist Inventar- und Präsentationsraum zugleich“, erklärt der Schriftführer. Es fehlt ein Raum, in dem Objekte gelagert werden können, ohne Teil der Ausstellung zu sein.

Auch die Lage des Heimatmuseums am Harheimer Weg ist ungeeignet. „Wir haben keine Laufkundschaft“, sagt Ulmer. Selbst wenn jemand das Museum besuchen möchte, kann es sein, dass er das hinter Bäumen und Hecken versteckte Nebengebäude des Saalbaus nicht findet. Der Vorstand habe sich mit der Bitte an den Oberbürgermeister gewandt, dem Verein bei der Suche nach einem neuen Ort zu unterstützen. Bisher ohne Erfolg. Ulmer schweben etwa Räume im alten Rathaus vor. „Dort könnten wir Kaffee anbieten und das Museum attraktiver machen.“

55 Mitglieder hat der Heimat- und Geschichtsverein derzeit. „In den letzten Monaten waren die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen niedriger als die Miet- und Stromkosten des Museums. Ebenso verteilt sich der riesige Berg an Arbeit auf wenige Schultern. „Das Alltagsgeschäft betreibe ich praktisch allein“, sagt der 72 Jahre alte Vorsitzende. Ditschler und Mack, die beide noch arbeiten, haben nur am Wochenende Zeit.

Kontakt zum Heimat- und Geschichtsverein Bonames, Harheimer Weg 18 - 22, unter Telefon 50 12 96.

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