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Christopher Depta, Kinderbeauftragter für Bonames, am geplanten Standort für den Kinderbücherschrank. Bild: Rolf Oeser
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Christopher Depta, Kinderbeauftragter für Bonames, am geplanten Standort für den Kinderbücherschrank. Bild: Rolf Oeser

Bonames

Literatur zum Rausnehmen für Kinder

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Spezieller Bücherschrank im Ben-Gurion-Ring geplant. Ortsbeirat unterstützt das Ansinnen mit 7000 Euro.

Offene Bücherschränke gibt es schon viele in Frankfurt, aktuell rund 77. Bürgerinnen und Bürger können dort Literatur einstellen – und bei Bedarf kostenlos mitnehmen. In Bonames soll jetzt erstmals ein solcher Schrank speziell für Kinder aufgestellt werden. Der Ortsbeirat 10 unterstützt das Anliegen mit 7000 Euro.

Das Prinzip ist einfach: Ganz unten stehen die Bücher für Kinder bis zum Grundschulalter, darüber die für die etwas Älteren. Die Idee stammt von Ulrike Dahlmann, Leiterin des Kinderzentrums (Kiz) Theodor-Thomas-Straße. „Wir wollen die Kinder auf diese Art und Weise mit Büchern vertraut machen.“

Christopher Depta ist froh über die Entscheidung des Ortsbeirats. Er ist Kinderbeauftragter für Bonames, hat sich früh der Idee angenommen und jüngst im Ortsbeirat für das Projekt geworben. Zwischenzeitlich sei er aber „erschrocken“ über die Diskussion darum im Gremium gewesen.

So gab Michael Bartram-Sitzius (SPD) zu bedenken, „dass man bei einem offenen Bücherschrank nicht garantieren kann, dass nur kindgerechte Literatur eingestellt wird“. Sein Fraktionskollege Boris Straub berichtete von Erfahrungen seiner Frau, die einen Bücherschrank betreut. Dort sei es oft vorgekommen, dass pornographische Schriften hineingelegt worden seien. Kritik kam auch von der FDP, die sich einerseits um die Sicherheit sorgte, andererseits auf Schulbüchereien verwies, die einen solches Schrankangebot speziell für Kinder überflüssig machten.

Doch es gab auch andere Stimmen, unter anderem aus der SPD. Anneliese Gad betonte den „hohen Bedarf an solchen Möglichkeiten, lesen zu können“. Petra Breitkreutz (CDU) lobte den Bücherschrank als „niederschwelliges Angebot, dem man eine Chance geben sollte“.

Dafür plädierte dann auch Christopher Depta. Er erklärte, dass weitere Einrichtungen in der Nähe mit ins Boot geholt werden sollten. Die Verantwortung für den Schrank und seinen Inhalt solle auf mehrere Schultern so genannter Patinnen und Paten verteilt werden.

Unter anderem auf die von Julia Frank, Vorsitzende des Stadtelternbeirates. Ihr ist vor allem der Standort am Ben-Gurion-Ring wichtig. Dort lebten „viele Kinder aus bildungsfernen Haushalten, die eher selten Zugang zu Büchereien haben“.

Schließlich ließen sich alle Abgeordneten überzeugen, auch Kritiker wie Andreas Eggenwirth von der FDP: „Wir können es ja mal ausprobieren.“

Wo genau der öffentliche Kinderbücherschrank stehen soll, ist noch unklar. Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) will einen Vor-Ort-Termin ausmachen, zusammen mit den Patinnen und Paten. Christopher Depta und Ulrike Dahlmann haben bereits eine konkrete Vorstellung: im Ben-Gurion-Ring, auf Höhe der Hausnummern 90 und 95, auf einem Grünstreifen, ganz in der Nähe des Kinderzentrums.

Auf dem Alten Flugplatz Bonames gibt es bereits einen der insgesamt 77 Bücherschränke. Bild: Rolf Oeser

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