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Fahrräder am Flugplatz Bonames

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Von: Fabian Böker

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Wie es am Alten Flugplatz weitergeht, ist noch unklar.
Wie es am Alten Flugplatz weitergeht, ist noch unklar. © ROLF OESER

Eine neue Firma will auf dem Gelände eine mobile Fahrradwerkstatt eröffnen. Im Ortsbeirat müssen dazu noch offene Fragen geklärt werden.

Noch ist unklar, wie es auf dem Alten Flugplatz Bonames/Kalbach weitergeht. Für die Zwischennutzung haben die Grünen nun eine neue Idee in den Ortsbeirat 10 (Bonames, Berkersheim, Eckenheim, Preungesheim, Frankfurter Berg) eingebracht. Sieschlagen eine mobile Service- und Pannenstation für Fahrräder auf dem Gelände vor, dafür solle kurzfristig eine Stellfläche bereitgestellt werden. Der Antrag wurde zwar geschoben, die Idee ist jetzt aber in der Welt.

Sie stammt von Ralf Heneka. Er hat im vergangenen Jahr die Firma „Service on the road again“ gegründet, die bisher noch nicht in Betrieb gegangen ist. Die Firma hat zwei Standbeine: zum einen eine mobile Werkstatt, an der alle Arten von Fahrrädern repariert werden können, zum anderen der Verkauf von Lastenrädern.

Für Letztere hat die Firma Lieferanten aus Frankreich und Italien gefunden, die Ralf Henekas Leitbild erfüllen, „nachhaltige Räder aus Europa anzubieten“. Durch den Verkauf soll sich die Firma auch in erster Linie tragen.

Für die Reparatur von Rädern möchte die Firma „Service on the road again“ ein mobiles Pannenfahrzeug gerne auf dem Alten Flugplatz Bonames aufstellen. Das sei, heißt es in dem entsprechenden Antrag der Grünen, wegen der „starken Frequentierung durch junge Familien ein geeigneter Standort“ dafür.

Details möchte Ralf Heneka jetzt erst einmal klären. Dazu hat er einen Brief an das Grünflächenamt geschrieben und will das Gespräch mit der Naturschule Hessen, die derzeit auf dem Flugplatz ansässig ist, suchen. Parallel arbeitet er an einer Homepage für seine Firma, will den Werkstattwagen mit Folien bekleben. Er hofft, schon im März an den Start gehen zu können, will aber den Gesprächen mit Stadt und anderen Akteuren auf keinen Fall vorgreifen.

Den Tipp mit der Naturschule hatte Heneka in der Sitzung des Ortsbeirats am Dienstagabend bekommen. Dort hatte er seine Idee vorgestellt. Überzeugen konnte er das Gremium damit noch nicht. Robert Lange (CDU) zum Beispiel stört sich an dem Begriff „kommerziell“ im Antrag der Grünen, mit dem das Angebot klassifiziert wird. Damit hat auch Michael Bartram-Sitzius (SPD) seine Probleme. Gleichzeitig fragt er sich, „wie die Firma im Winter Geld verdienen wolle“. Werner Rudloff, der als Fraktionsloser dem Ortsbeirat angehört, schlägt stattdessen vor, die Frankfurter Werkstätten oder ähnliche Einrichtungen dort tätig werden zu lassen anstelle eines kommerziellen Anbieters.

Damit alle offenen Fragen geklärt werden können, wird der Antrag in der kommenden Sitzung des Stadtteilgremiums im März erneut erörtert.

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