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Bombe Frankfurt Gallus Entschärfung
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Nach der erfolgreichen Entschärfung der Bombe in Frankfurt können die Sperren aufgehoben werden.

Weltkriegsbombe im Gallus

Bombenfund in Frankfurt: Entschärfung abgeschlossen

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Rund 12.800 Menschen müssen nach dem Fund einer Bombe in Frankfurt ihre Wohnungen verlassen. Am Sonntagnachmittag meldet die Feuerwehr eine erfolgreiche Entschärfung.

  • Im Frankfurter Gallusviertel wurde eine Weltkriegsbombe gefunden.
  • Am Sonntagnachmittag konnte die Bombe erfolgreich entschärft werden.
  • Die Evakuierungen waren durch die Corona-Pandemie erschwert worden.

+++ 15.37 Uhr: Die Bombe im Frankfurter Gallus konnte am Sonntagnachmittag erfolgreich entschärft werden, wie die Feuerwehr Frankfurt mitteilte. Ursprünglich war befürchtet worden, die Entschärfung könnte bis zu sechs Stunden dauern. Für die Menschen aus dem Evakuierungsbereich bedeutet das, dass sie jetzt in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Fotostrecke: Evakuierung im Frankfurter Gallus nach Bombenfund

Evakuierung in Frankfurt
Fast 13.000 Menschen müssen am Nikolaustag ihre Wohnungen im Frankfurter Stadtteil Gallus vorübergehend verlassen: Bei Bauarbeiten war drei Tage zuvor eine Weltkriegsbombe entdeckt worden, die vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden sollte.  © Frank Rumpenhorst/dpa
Evakuierung in Frankfurt
Im Gefahrenbereich liegen Altenheime, eine Fernwärmeleitung, Internetknotenpunkte und Umspannanlagen sowie zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn. Im Fern- und Regionalverkehr der Bahn wurden Beeinträchtigungen und Verspätungen insbesondere zwischen 11 und 18 Uhr erwartet. Einzelne Züge sollten umgeleitet werden und ersatzweise in Frankfurt Süd halten.  © Frank Rumpenhorst/dpa
Anwohner in der Frankfurter Ackermannstraße verlassen den Evakuierungsbereich am Sonntagmorgen.
Anwohner in der Frankfurter Ackermannstraße verlassen den Evakuierungsbereich am Sonntagmorgen.  © Michael Schick
Evakuierung in Frankfurt
Für alle, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, wurde in einer Messehalle eine Betreuungsstelle eingerichtet – wegen der Corona-Pandemie mit Maskenpflicht und Abstand.  © Frank Rumpenhorst/dpa
Evakuierung in Frankfurt
Bis zum Mittag waren etwa 300 Menschen dorthin gekommen – und auch einige Vierbeiner. © Frank Rumpenhorst/dpa
Bei der Ankunft in der Messehalle wurden die Menschen von mehreren Ärzten in Empfang genommen. Wer hustete oder erhöhte Temperatur hatte, bekam einen Corona-Schnelltest.
Bei der Ankunft in der Messehalle wurden die Menschen von mehreren Ärzten in Empfang genommen. Wer hustete oder erhöhte Temperatur hatte, bekam einen Corona-Schnelltest. © Frank Rumpenhorst/dpa
Ein Bagger auf der Baustelle des früheren Avaya-Geländes, wo die Fliegerbombe entdeckt worden war.
Ein Bagger auf der Baustelle des früheren Avaya-Geländes, wo die Fliegerbombe entdeckt worden war.  © Michael Schick

Bombenfund in Frankfurt: Räumung abgeschlossen

+++ 14.39 Uhr: Die Entschärfung der Weltkriegsbombe im Gallus hat am Sonntagnachmittag begonnen. Die Evakuierung des Räumungsgebietes war gegen 13.55 Uhr abgeschlossen, wie die Feuerwehr Frankfurt meldet. Wann es Entwarnung gibt und die Bombe abtransportiert sein wird, ist noch unklar.

Entschärfung von Bombe in Frankfurt dauer womöglich mehrere Stunden

Update vom Sonntag, 06.12.2020, 12.20 Uhr: Die an diesem Sonntag geplante Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt könnte bis zu sechs Stunden dauern. „Wenn es gut läuft, klappt es in einer Stunde, es kann aber auch deutlich länger dauern“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) beim Besuch des Betreuungszentrums für Evakuierte in einer Frankfurter Messehalle.

Vor allem die Splitterwirkung der britischen Fliegerbombe mit mechanischem Zünder werde als sehr gefährlich eingestuft. Wann die eigentliche Entschärfung beginnen könne, war am Sonntagmittag noch nicht bekannt. „Zuerst brauchen wir die Information der Polizei, dass das gesamte Gebiet geräumt ist“, sagte ein Feuerwehrsprecher.  

Bombenfund in Frankfurt Gallus: Corona erschwert Evakuierung

Erstmeldung vom Freitag, 04.12.2020, 20.06 Uhr: Frankfurt – Die Evakuierung von mehr als 12 000 Menschen für die Entschärfung der am Donnerstag im Frankfurter Gallus gefundenen Weltkriegsbombe könnte sich wegen der Corona-Pandemie schwieriger und aufwendiger gestalten als üblicherweise. Bürgerinnen und Bürger, die entweder positiv getestet oder Kontakt ersten Grades sind und sich in Quarantäne befinden, müssen gesondert evakuiert werden. Laut Gesundheitsamt handele es sich um wenige Einzelfälle, die bereits telefonisch kontaktiert wurden. Die positiv getesteten Menschen werden vom Gesundheitsamt zu Hause abgeholt, an einem geeigneten Ort betreut und nach Abschluss der Entschärfung wieder nach Hause gebracht.

500-Kilo-Bombe in Frankfurt: Entschärfung für Sonntag geplant

Die 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Arbeiten in einer Baugrube in der Kleyerstraße gefunden worden. Die Entschärfung ist für Sonntag geplant. Wie die Feuerwehr mitteilt, sei aufgrund der Sprengstoffmenge und Bauart der Bombe britischen Typs ein Evakuierungsradius von rund 700 Metern erforderlich. Laut Einwohnermeldestatistik sind etwa 12 800 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen.

Bombenentschärfung

Im Evakuierungsbereich befinden sich außerdem Altenwohnheime, einige andere Sonderobjekte wie Fernwärmeleitung, Internetknotenpunkte und Umspannanlagen sowie zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn. Alle Menschen, die im Evakuierungsradius leben, sollten ihre Wohnungen am Sonntag bis 8 Uhr verlassen haben. Die Polizei wird anschließend durch die Straßen gehen und kontrollieren, dass sich keine Personen mehr in diesem Gebiet aufhalten.

Evakuierung wegen Bombe in Frankfurt: Betreuungsstelle für Betroffene

Für alle Betroffenen, die während der Entschärfung keinen Aufenthaltsort finden, wird an der Messe Frankfurt eine Betreuungsstelle mit entsprechendem Hygienekonzept eingerichtet. Die Räumlichkeiten in der Halle 11 (Eingang „Straße der Nationen“) können am Sonntag ab 7 Uhr selbstständig aufgesucht werden. Bei Bedarf können Shuttlebusse benutzt werden.

Eingeschränkt gehfähige Personen, die im Gefahrenbereich wohnen und einen Transport zur Betreuungsstelle benötigen, sollten sich spätestens bis Samstag, 18 Uhr, online registrieren unter feuerwehr-frankfurt.de oder telefonisch beim Bürgertelefon unter 069/21 21 11 melden. Die Feuerwehr teilt zudem mit, dass wegen der zu erwartenden hohen Zahl an Transporten die Abholungen am Sonntag auch noch nach 8 Uhr erfolgen würden. Wann genau mit der eigentlichen Entschärfung begonnen werden könne, sei noch unklar.

An den Evakuierungsbereich grenzt außerdem eine Schutzzone an. Für diese Adressen gelte sogenanntes luftschutzmäßiges Verhalten. Das heißt: Ab 8 Uhr dürfen dort Wohnungen, Häuser oder Arbeitsplätze nicht mehr verlassen werden. Der Aufenthalt im Bereich von Fenstern, Glastüren, Terrassen und Balkonen ist untersagt. Fenster und Türen sind geschlossen zu halten. Durch die Vorkehrungen wird es auch im Autoverkehr sowie im Fern- und Nahverkehr zu stärkeren Einschränkungen kommen. Die Deutsche Bahn erklärt, dass ICE-Züge aus Berlin in Richtung Stuttgart und der Schweiz sowie aus Hamburg in Richtung München nicht am Hauptbahnhof halten würden. Stattdessen werden sie Frankfurt-Süd anfahren. Informationen dazu gibt es online auf bahn.de oder über die kostenpflichtige telefonische Reiseauskunft 0180/699 66 33.

Bombe in Frankfurt: Ausfälle bei Bussen und Bahnen von RMV und VGF

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund weist darauf hin, dass es am Sonntag ab 8 Uhr zu Teilausfällen und Umleitungen auf folgenden Linien kommen werde: Straßenbahnen 11, 14 und 21; S-Bahnen S1, S2, S7, S8, S9 sowie die Regionalzüge RE2, RE3, RE4, RB10, RB12, RE14, RE70. Die Buslinie 52 wird eingestellt.

Wer mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, sollte beachten, dass Teile der Mainzer Landstraße und der Gutleutstraße jeweils östlich der A5 gesperrt sein werden. Auch Teile des nördlichen Mainufers zwischen Europabrücke und Main-Neckar-Brücke sind betroffen.

Aktuelle Informationen werden auf feuerwehr-frankfurt.de veröffentlicht. Die Stadt Frankfurt, Feuerwehr und Polizei informieren auch auf Twitter: www.twitter.com/Stadt_ffm, www.twitter.com/feuerwehrffm, www.twitter.com/polizei_ffm

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