Bombe / Bombenentschärfung im Main, Frankfurt, Bild x von x
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Schon 2019 gab es eine Bombenentschärfung in  Frankfurt. Hier checken Polizisten die Evakuierungszone.

Weltkriegsbombe

Bombenentschärfung in Frankfurt: Eine 500-Meter-Sperrzone wird evakuiert

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Bürgerinnen und Bürger müssen das Areal im Gallus und in Bockenheim wegen der Bombenentschärfung bis Freitag, 9 Uhr, verlassen.

Feuerwehr, Polizei und Stadt Frankfurt rufen rund 2700 Bürgerinnen und Bürger dazu auf, am heutigen Freitag den Evakuierungsbereich im Frankfurter Gallus und in Bockenheim während der Entschärfung einer Weltkriegsbombe rechtzeitig zu verlassen.

Um 9 Uhr müssen Wohnungen, Einrichtungen und Büros in einem Umkreis von 500 Metern rund um das Messegelände geräumt sein. Laut Allgemeinverfügung darf sich danach keine Person in den Gebäuden aufhalten. Unter anderem mit Wärmebildkameras wird die Polizei kontrollieren, ob auch wirklich alle Menschen der Aufforderung gefolgt sind. Haustiere dürfen den Angaben zufolge in den Wohnungen bleiben, sollten allerdings mit ausreichend Wasser und Futter versorgt werden. Denn es ist unklar, wie lange die Entschärfung dauert. Die Gebäude sollen so verlassen werden, als würde man in den Urlaub fahren.

„Ob alle zeitig wieder in ihre Wohnungen oder an ihren Arbeitsplatz zurückkönnen, hängt davon ab, ob der Bereich bis 9 Uhr vollständig evakuiert ist“, sagte Feuerwehr-Sprecher Rainer Heisterkamp. „Der angedachte Zeitplan kann nur eingehalten werden, wenn alle mitmachen.“

Die Polizei will die Kontrollen der Häuser bis 12 Uhr abgeschlossen haben. Dann wird der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung der 500 Kilogramm schweren Bombe amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg beginnen. Bis 18 Uhr soll die Entschärfung abgeschlossen sein. Feuerwehr und Polizei informieren über den Verlauf auf feuerwehr-frankfurt.de und auf ihren Twitterkanälen. Die Bombe wurde am Dienstag auf der Baustelle für die Messehalle 5 entdeckt.

Im Areal werden die Straßen gesperrt. Diese sind unter anderem: A648 stadteinwärts, Senckenberganlage in Richtung Messe sowie Friedrich-Ebert-Anlage, Theodor-Heuss-Allee, Europa-Allee und Emser Brücke in beide Richtungen. U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fahren ab 8.30 Uhr nicht mehr. Die S-Bahn verkehrt bis 10.30 Uhr, hält aber ab 8.30 Uhr nicht mehr an der Station Messe. Wer Hilfe braucht, um die Sperrzone zu verlassen, kann sich beim Bürgertelefon melden, Rufnummer 069 / 212 111. Betroffene können die Zeit in der Betreuungsstelle in der Messehalle 11 verbringen. Sie ist ab 8 Uhr geöffnet und über die Straße der Nationen/Messe Tor West erreichbar. Haustiere sind dort nicht erlaubt.

Bürgerinnen und Bürger sollen Mund-Nasen-Schutz tragen und Dokumente wie Personalausweis, Führerschein, medizinische Unterlagen und, falls nötig, Medikamente, mitbringen. Auch Verpflegung und geeignete Kleidung sollten Betroffene einpacken. Der Katastrophenschutz teilt einen kleinen Imbiss aus. Menschen in Corona-Quarantäne sollen sich beim Gesundheitsamt melden, Telefon 069 / 212 443 74. Auf einer interaktiven Karte kann man nach betroffenen Hausnummern suchen: https://arcg.is/1Cv8rz0.

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