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Die Mitteilung über die vermeintliche Bombe war schriftlich über das Online-Serviceportal bei der Bundespolizei eingegangen. (Symbolbild)

Frankfurt-Südbahnhof

Bombendrohung gegen ICE

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500 Reisende stranden wegen einer Bombendrohung vorübergehend im Frankfurter Südbahnhof. Mehr als eine Stunde warten sie auf die Weiterfahrt.

Nach einer Bombendrohung hat die Bundespolizei einen voll besetzten ICE im Frankfurter Südbahnhof evakuiert. Rund 500 Reisende mussten den Zug verlassen und mehr als eine Stunde auf die Weiterfahrt warten.

Die Bombendrohung war gegen 14 Uhr bei der Bundespolizei am Frankfurter Hauptbahnhof eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der ICE74 von Zürich nach Kiel den Hauptbahnhof gerade verlassen. Der Zug wurde im Südbahnhof außerplanmäßig gestoppt und nach der Evakuierung von der Bundespolizei mit mehreren Spürhunden durchsucht. Dafür wurden die Gleise 5 und 6 des Südbahnhofs gesperrt. Nachdem sich keine Hinweise auf Sprengstoff in dem Fernzug fanden, konnten die Reisenden wieder einsteigen. Der bis dahin planmäßig verkehrende Zug fuhr in Kassel mit einer Verspätung von knapp 100 Minuten ein. Nach Angaben einer Bahnsprecherin verteilten Mitarbeiter an Bord des Zuges Freigetränke, die ihnen ab einer Verspätung von 60 Minuten zustehen. Zudem erhielten sie mindestens 25 Prozent des Reisepreises zurück. Wegen der großen Verspätung und der langen Laufzeit des Zuges sollte der ICE74 am Freitag zunächst außerplanmäßig nur bis Hamburg Hauptbahnhof verkehren, die Bahn disponierte aber kurzfristig wieder um, so dass der Zug doch bis Kiel fuhr.

Die Sperrung der Gleise im Südbahnhof hatte auch Auswirkungen auf den übrigen Fernverkehr. „Der Freitagnachmittag ist Hauptreisezeit, da sind normalerweise alle Gleise belegt“, so eine Bahnsprecherin. Wie viele Züge von der falschen Bombendrohung betroffen waren, konnte die Deutsche Bahn am Freitag noch nicht mitteilen.

Die Mitteilung über die vermeintliche Bombe war schriftlich über das Online-Serviceportal bei der Bundespolizei eingegangen. Die Ermittler versuchen nun, den Absender zu identifizieren.

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