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Bombe hält Einsatzkräfte in Frankfurt nur kurz in Atem

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Blindgänger im Ostend konnte rasch entschärft werden.

Der Fund einer Weltkriegsbombe im Ostend hat am Montag für einige Stunden die Rettungskräfte in Atem gehalten. Gefunden worden war der Sprengkörper am Montagmorgen bei Bauarbeiten auf einem Firmengelände in der Franziusstraße, Höhe Hausnummer 25. Der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt untersuchte die rund 50 Kilo schwere Bombe und entschied dann, den Sprengkörper vor Ort entschärfen zu wollen.

Zur Sicherheit der Nachbarschaft wurde dafür ein Evakuierungsradius von 250 Metern gewählt. In dem Gebiet wohnen aber kaum Menschen, gemeldet seien in dem Radius laut Einwohnermelderegister nur 50, sagte ein Feuerwehrsprecher auf FR-Anfrage. So betraf die Evakuierung lediglich Beschäftigte der dort in dem Industriegebiet ansässigen Unternehmen. Wie viele Menschen genau betroffen waren, wurde nicht mitgeteilt.

Die Entschärfung ging dann relativ rasch über die Bühne, um 14.23 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung, die Einsatzkräfte konnten aufatmen. Denn wenn die Entschärfung des mehr als 75 Jahre alten Zünders nicht gelungen wäre, hätte ein zweites Szenario einen deutlich größeren Evakuierungsradius für eine Sprengung vorgesehen – mit weitreichenden Folgen. So hätte die stark befahrene Hanauer Landstraße gesperrt werden müssen und womöglich sogar die ebenfalls nahe gelegene Autobahn 661. „Dann hätten wir alle einen langen Tag gehabt“, so ein Polizeisprecher.

So aber waren Fund und Entschärfung der Bombe sowie Evakuierung der Feuerwehr nicht mal eine Pressemitteilung wert. „Die Bombe war relativ klein, da hatten wir in Frankfurt schon deutlich andere Bombenlagen“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher.

Das Ostend ist historisch gesehen ein klassisches Industriegebiet. Dort muss immer wieder mit Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg gerechnet werden.

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