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Bolzplatzliga des Sportkreis Frankfurt läuft nach zwei Jahren wieder ohne Einschränkung

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Von: Sebastian Theuner

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30 Teams aus zehn Stadtteilen kicken in der Liga mit. nahme
30 Teams aus zehn Stadtteilen kicken in der Liga mit. nahme © christoph boeckheler*

Schirmherr Andreas Möller eröffnet die Saison am Mittwoch weltmeisterlich. Um die 30 Teams sind in dieser Saison am Start.

An der Hauptwache oder am Hauptbahnhof hätten sie sich getroffen, erzählt der Fußballweltmeister von 1990, um gemeinsam zu den Bolzplätzen der Stadt zu ziehen. Am Mittwochnachmittag steht Andreas Möller auf dem Galluspark-Bolzplatz an der Ecke von Weilburger und Schwalbacher Straße. Die Kinder und Jugendlichen, die um ihn herum dem Ball hinterherjagen, dürften dabei so viel Spaß haben wie der spätere Eintracht-Profi einst mit seinen Jugendfreunden.

Als Schirmherr der Frankfurter Bolzplatzliga eröffnete Möller gestern mit Dany Kupczik, stellvertretende Vorsitzende des Sportkreis Frankfurt und dem Projektleiter der Bolzplatzliga Denis Bambusek die neue Saison. Zum zehnten Mal werden von Mai bis Oktober Spiele auf Bolzplätzen in elf Stadtteilen Frankfurts ausgetragen. Gekickt wird in den Altersklassen U10, U13, U15 und U18; oberstes Ziel ist das Vermitteln von Fairness, Respekt und Toleranz.

In den vergangenen zwei Jahren seien Kinder und Jugendliche oft vergessen worden, sagt Dany Kupczik im Galluspark. Deshalb habe der Sportkreis „alles unternommen“, damit die Bolzplatzliga als „Instrument zur Sport- und Bewegungsförderung“ fortgeführt werden kann.

Wegen Corona sei die Planung von Spielen zuletzt oft schwierig gewesen, Termine hätten sich kurzfristig verschoben, berichtet Denis Bambusek. Jetzt, wo die Liga wieder unter gewohnten Bedingungen stattfindet, „ist es weniger Stress, und auch die Jugendlichen haben etwas davon.“ Um die 30 Teams sind diesmal dabei, zum ersten Mal ist der Dornbusch vertreten. Unterstützt wird das Projekt von öffentlicher und privater Seite sowie von Stiftungen.

„Es ist toll, dass es die Liga gibt, ich habe hier neue Freunde gefunden“, sagt der achtjährige Lian Pharell. Gleich wird er mit seinen Kamerad:innen vom Schülertreff am Maintower das Eröffnungsspiel gegen das Team aus dem Galluspark bestreiten; mit Torschußtraining bereiten sie sich vor. „Erstmal geht es um Spaß, aber wir wollen über das Jahr auch besser werden.“ Helfen soll dabei Naman Sharma, Leiter der Fußball-AG des Schülertreffs, der die Kinder trainiert.

Sechs Spieltage sind bis zum Herbst vorgesehen; das Finale soll am Waldstadion sein. Dann werden nicht nur die sportlich besten Teams, sondern auch der beste Gastgeber oder die fairste Mannschaft ausgezeichnet. Weil sie im Vorjahr besonders anständig auftraten, wurden die Kicker vom Schülertreff mit roten Trikots belohnt.

Der Bolzplatz sei der Startschuss für seine Karriere gewesen, sagt Andreas Möller, bis April Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Eintracht Frankfurt. Dort habe er mit Kindern verschiedener Nationalitäten gekickt, er wisse, wie wichtig Integration ist. Dann geht er in den Anstoßkreis und tippt das runde Leder zum Frankfurter Musiker Rico Montero. Der offizielle Startschuss. Der Ball in der Bolzplatzliga 2022 rollt.

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