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Geschlossen: der Boehlepark mit Sandsteinportal.
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Geschlossen: der Boehlepark mit Sandsteinportal.

Frankfurt-Sachsenhausen

Boehlepark: Kleinod hinter Gittern

  • Elena Müller
    VonElena Müller
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Seit Jahren fordert der Ortsbeirat im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen die Öffnung des Boehleparks – vergebens. Das Problem ist: Weder die Stadt und noch Hessenwasser, der regionale Trinkwasserversorger und Besitzer, können das Geld für die Sanierung aufbringen.

Seit Jahren fordert der Ortsbeirat im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen die Öffnung des Boehleparks – vergebens. Das Problem ist: Weder die Stadt und noch Hessenwasser, der regionale Trinkwasserversorger und Besitzer, können das Geld für die Sanierung aufbringen.

Der Grüngürtel ist gleich um die Ecke, der Stadtwald nur wenige Meter entfernt. Daher sei es ja nicht so schlimm, dass der Boehlepark gegenüber der Sachsenhäuser Warte für Besucher nicht geöffnet ist, findet das Grünflächenamt. Ortsbeirat und Bürger sind da anderer Meinung und fordern, den Park zu sanieren und zu öffnen.

Denn der Park, benannt nach dem 1926 verstorbenen Maler und Bildhauer Fritz Boehle, gehört nicht der Stadt, sondern Hessenwasser, dem regionalen Trinkwasserversorger, der im Park einen Tank mit 300.000 Kubikmetern Fassungsvermögen unterhält. Eben jener Trinkwasserbehälter ist der Grund, warum es den Park gibt. Die Anlage war bei ihrer Eröffnung 1902 die erste Entsäuerungsanlage Europas. Die Sandsteinportale an den Eingängen und die rund zwei Hektar große Grünfläche sollten ihr den passenden Rahmen geben.

Bis 2005 regelten Mitarbeiter von Hessenwasser die Trinkwasserversorgung in der Anlage in Sachsenhausen. Seit die Steuerung der Anlage in die Leitwarte nach Niederrad verlegt wurde, gibt es niemanden mehr, der die Tore zum Park auf- und abschließt. Und die Sicherheit der Besucher könne ohnehin nicht mehr gewährleistet werden, weil die Balustraden an den Sandsteinportalen einsturzgefährdet seien, teilte Hessenwasser mit. Das Unternehmen kümmert sich noch um eine rudimentäre Instandhaltung des Parks, für die 700.000 Euro teure Sanierung kommt es indes nicht auf. Es gehe nicht darum, dass Hessenwasser die Investitionen nicht tätigen wolle, sondern nicht könne, stellt Sprecher Hubert Schreiber klar.

Stadtwald als Alternative

Die Stadt, genauer das Grünflächenamt, müsste das Geld aufbringen, doch scheitert dies an der Haushaltskonsolidierung. „Es fällt uns schwer, den Park nicht sanieren zu können“, bedauert Amtsleiter Stefan Heldmann. Es sei aber Aufgabe des Amtes, die Gesamtsituation in der Stadt im Auge zu behalten. „Deshalb war es uns auch wichtig, den Wasserpark an der Friedberger Landstraße wieder herzurichten und zu öffnen,“ so Heldmann. „Dort ist ein Wohngebiet entstanden, aber eine Grünfläche gab es nicht.“ In Sachsenhausen gebe es immerhin den Stadtwald.

Der Ortsbeirat 5 sieht das anders. Im Interesse der Anwohner stellte das Gremium wiederholt Anträge, um die Wiedereröffnung des Parks zu erreichen. „Wir haben immer wieder angefragt, doch der Boehlepark hat leider keine Priorität auf der Liste der zu sanierenden Grünflächen“, sagt Ortsvorsteher Christian Becker (CDU). „Ich halte es aber für wichtig, dass auch dieser Park der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wird.“ Nicht jeder habe einen Garten oder einen Balkon.

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