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Bockenheim

Weitere Messung an Rebstockschule

  • Johannes Vetter
    VonJohannes Vetter
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Eltern klagen, dass im Schulgebäude an der Leonardo-da-Vinci-Allee Schadstoffe in der Luft liegen. Die Stadt kann nichts finden, doch die Eltern lassen nicht locker.

Das Klima an der Grundschule Rebstock ist vergiftet. Die Frage ist, gilt das nur für das soziale Klima? Seit Monaten klagen Eltern, das Schulgebäude an der Leonardo-da-Vinci-Allee 11 sei mit Schadstoffen belastet. Die Stadt kann nach zwei Messungen keine Gesundheitsgefährdung feststellen. Doch die Eltern lassen nicht locker. Im vergangenen Monat haben sie sich zu einer Initiative zusammengeschlossen. Es gibt Anzeigen von Eltern gegen die Schulleitung, mindestens zwei Eltern wollen ihre Kinder nun von der Schule nehmen.

Laura Preusker, Personalrätin an der Rebstockschule, berichtet vor dem Ortsbeirat 2 am Montagabend von Lehrkräften, die „massiv eingeschüchtert und ausgelacht“ würden, weil sie sich an der Schule für erneute Messungen einsetzten. Vater Jörn Weissinger will seinen siebenjährigen Sohn Quentin von der Schule nehmen. Er soll ab dem kommenden Schuljahr eine Privatschule besuchen. Er sagt, neben seinem Sohn würden noch zwei weitere Kinder die Schule aufgrund der Bausubstanz verlassen.

Insgesamt, so berichtet Weissinger von der Elterninitiative „IG Schadstoffe“ am Montagabend, würden um die 40 Kinder der Rebstockschule über Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Nasenbluten klagen. Als Ursache hat die Initiative das Schulgebäude ausgemacht. Nachweislich waren dort beim Auftragen eines Fußbodenbelags im Dezember schädliche Dämpfe frei geworden, 16 Kinder und Erwachsene mussten wegen Augen- und Atemwegsreizungen behandelt werden. Vor drei Wochen sperrte die Stadt die Turnhalle der Schule. Als Grund gab das Bildungsdezernat den Geruch in der Halle an, es solle „intensiv gelüftet“ werden. Bei einer Schadstoffmessung war Ameisen- und Essigsäure nachgewiesen worden, allerdings seien keine Grenzwerte überschritten, hieß es vonseiten der Stadt.

Die Initiative sagt, die bisherigen Messungen reichten nicht aus. Eine Reihe möglicher Schadstoffe sei nicht untersucht worden, etwa Schimmel, Styrol, Pyrethroide, Weichmacher, behauptet Weissinger. Hingegen betont Rüdiger Niemann, Sprecher des Bildungsdezernats, dass die Stadt bei den vergangenen Messungen nach jenen Stoffen gesucht habe, die von der Initiative benannt worden seien. Er wisse, Styrol sei auch dabei gewesen. Auch das untersuchende Labor sei mit der Initiative abgestimmt worden.

Niemann bestätigt die Anzeigen von Eltern gegen Schulleitung und Verantwortliche von Schulbehörden. Ein Treffen mit der Polizei habe es auch schon gegeben, sagt der Sprecher. Der Grund sei allerdings gewesen, dass die Schulleitung Angst vor einigen Eltern habe. Zu den Symptomen der Kinder sagte Niemann, bisher sei trotz Aufforderungen noch kein einziges ärztliches Untersuchungsergebnis von der Initiative vorgelegt worden. Es gebe bisher nur einen „gigantischen Behauptungskanon“, betont der Sprecher.

Eine weitere Messung in den kommenden Tagen soll Klarheit bringen. Am 20. Juni sollen die Ergebnisse bei einem Elternabend vorgestellt werden.

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