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Die Bockenheimer Landstraße soll zugunsten der Radfahrer umgebaut werden.

Bockenheim

Verkehr auf Bockenheimer Landstraße besser regeln

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Der geplante Umbau der Bockenheimer Landstraße dürfe nicht zu Lasten der Anwohner:innen der Nebenstraßen gehen, fordern CDU und Grüne. Es dürfe keine „zweite Mainkai-Sperrung“ entstehen.

Der von der Stadt Frankfurt geplante Umbau der Bockenheimer Landstraße soll nicht zu Lasten der Anwohner:innen der Nebenstraßen umgesetzt werden. Dafür sprechen sich die Fraktionen von CDU und Grünen im Ortsbeirat 2 aus. Sie fordern, dass durch die vorgesehenen Änderungen keine „zweite Mainkai-Sperrung“ entstehen dürfe, heißt es in einem gemeinsamen Antrag. Über die Vorlage wird in der kommenden Sitzung des Stadtteilgremiums am Montag beraten.

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Der Ortsbeirat 2 trifft sich am Montag, 26. Oktober, 19 Uhr, auf dem Universitätscampus Bockenheim, Gräfstraße 50-54, Hörsaaltrakt, Hörsaal H V. Wegen der Corona-Pandemie ist der Platz begrenzt, Besucher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. In der Sitzung wird sich die neue Schutzfrau vor Ort für das Westend des 3. Polizeireviers vorstellen. Der Verein Bionales – Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung will das Projekt „Die GemüseheldInnen“ vorstellen, mit dem in der Grünen Lunge nördlich des Günthersburgparks ein Gartenareal bewirtschaftet wird. bos

Im August hatte der Magistrat eine erste Vorlage für den Umbau der 1,6 Kilometer langen Landstraße im Rahmen des Stadtverordnetenbeschlusses zur „Fahrradstadt Frankfurt“ auf den Weg gebracht. Demnach soll die Bockenheimer ab 2022 auf beiden Seiten mit einem fast durchgehend 2,30 Meter breiten Radweg ausgestattet werden. Er soll den bisherigen Streifen auf dem Bürgersteig ersetzen und nicht nur durch rote Farbe markiert, sondern auch baulich umgesetzt werden. Die langgezogenen Abbiegespuren für Fahrzeuge müssen dafür wegfallen (die FR berichtete).

CDU und Grüne befürchten, dass die Reduzierung der Fahrbahnen dazu führt, dass der Pendlerverkehr künftig in die Wohngebiete und -straßen im südlichen und nördlichen Westend ausweicht. Darunter würde auch die Leistungsfähigkeit des ÖPNV wie die Linien der Busse 36 und 75 leiden, wenn die Busse im Stau stünden. Die beiden Fraktionen wollen, dass sich der Magistrat rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten mit den Auswirkungen auf die angrenzenden Wohngebiete befasst. Auch soll die Verwaltung dafür Sorge tragen, dass der Verkehr auf der Bockenheimer Landstraße zum Schutz der Bevölkerung und des ÖPNV geregelt werde. Die Ergebnisse sollen im Ortsbeirat öffentlich vorgestellt werden.

Erst im September hatte sich das Stadtteilgremium dafür ausgesprochen, dass die Kommune eine Befragung zum geplanten Umbau durchführt, um einen „Infarkt“ in der Bockenheimer Landstraße und in den Seitenstraßen zu vermeiden. Der Ortsbeirat wollte dadurch potenzielle Lücken im Angebot von Bus und Bahn schließen und den ÖPNV für Pendlerströme attraktiver machen.

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