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Wurf ins Glück. Die Minis der FTG beim training. 

Frankfurt-Bockenheim

Trainer für die Bockenheimer Torfabrik

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Die Handballer der Frankfurter Turn- und Sport-Gemeinschaft suchen händeringend Übungsleiter. Der Sport boomt, 150 Kinder werfen in der kommenden Saison Tore für die FTG.

So ein Fußballspiel ist zuweilen zäh. Schier endlos ziehen sich die Minuten, gar Stunden bis zum Tor. Der Ball fliegt hin und her, ein einziges Gebolze. Und dann schauspielern die Protagonisten noch, als wollten sie direkt zur Oscarverleihung, pöbeln den Schiedsrichter an und rotzen unentwegt auf den Rasen.

Schluss damit. Hier soll es um etwas Schöneres gehen, um den „geilsten Sport der Welt“, wie Olaf Heisler sagt, Jugendwart der FTG Bockenheim. Handball hat Tempo, Athletik, Spaß, Spannung, Emotionen, zählt er auf. Und: Tore. Wurfgeschosse aus dem Rückraum abgefeuert, geschickte Kombinationen über Kreisläufer, waghalsige Sprünge der Außenspieler, die meterweit in den Kreis segeln. Was da alles los ist!

So wie Heisler sehen es viele. Der Sport boomt, immer mehr Kinder wollen bei der FTG mitmachen. Vor zwei Jahren hat der Verein noch sieben Mannschaften geführt, zur kommenden Saison sollen es neun sein. Heisler musste sogar Anfragen ablehnen. Die Handballabteilung stößt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, was die Hallenzeiten betrifft. Der Club sucht auch noch händeringend nach Trainern. Auch Neulinge wären willkommen.

Mitbringen sollten sie die Liebe zum Handball, sagt Heisler, und Freude am Umgang mit Kindern oder Jugendlichen. Die FTG stellt jedem Team zwei Trainer an die Seite. „Die können sich die Aufgaben teilen“, sagt Heisler. Der Zeitaufwand ist ja doch beachtlich, bei zwei Mal Training in der Woche und einem Spiel am Wochenende. Die Duo-Variante hat zudem den Vorteil, dass eine erfahrene Kraft auch den Novizen an die Hand nehmen kann. Der Verein finanziert den Trainerschein im Kinder- und Jugendbereich. Auch weitere Fortbildungen sind möglich. Die Übungsleiter erhalten eine Aufwandsentschädigung. Über die Höhe äußert sich Heisler vielsagend: „Es ist schon noch ein Ehrenamt.“

Das erfüllend ist, wie Gerdi Hollmann-Faulhaber findet, ebenfalls Jugendwartin im Club. „Es macht einfach Spaß, mit den Kindern zu arbeiten.“ Zu sehen, wie die sich entwickeln. „Erst können sie keinen Ball fangen.“ Dann können sie plötzlich dribbeln, werfen, Spielzüge aufs Feld bringen. Auch das Mannschaftsgefüge entwickelt sich. Aus lauter Kindern wird ein Team.

In der Trainingslehre stehe zunächst die Freude an der Bewegung im Vordergrund. „Wir sind ja ein Breitensportverein“, sagt Heisler. Später werden die Teams durchaus nach Leistungsgedanken aufgeteilt. Die FTG versuche auch, den Vereinsgedanken aufrechtzuhalten, viel gemeinsam zu unternehmen, Ausflüge anzubieten. Dazu noch das „typische Vereinsleben“ – zusammensitzen, Kuchen essen.

Der Trainerposten sei reizvoll für Lehramtsstudenten, sagt Hollmann-Faulhaber, ersetze ein Praktikum, die Sportuni liegt auch in der Nachbarschaft. Die Aufgabe biete sich auch für ehemalige Aktive an, die nicht mehr selber übers Feld flitzen können – aber beim Sport bleiben möchten. Gerdi Hollmann-Faulhaber ist so ein Urgestein, seit 30 Jahren im Verein. Erst hat sie selbst gespielt, später ihre Tochter, sie wechselte in den Trainerstab.

Ihr Traum: Wieder eine Mädchenmannschaft bis nach oben ziehen. Bis zur D-Jugend trainieren die Geschlechter noch zusammen, danach wird aufgeteilt, da fehlen der FTG die Mädchenteams. Erst bei den Erwachsenen gibt es wieder ein Damenteam, C-, B- und A-Jugend gibt es nur für die Jungs. Schade ist das, sagt Hollmann-Faulhaber, Mädchen Jahrgang 2011 sollen sich melden.

Trainer gesucht!Melden bei Olaf Heisler, Telefon 0177 / 876 89 05 oder Mail: olaf.heisler@freenet.de; Info: www.ftg-handball.de

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