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Gudrun Stürmer, Vorsitzende des Vereins Stadttaubenprojekt, ruft eine Spenden-Aktion ins Leben.

Bockenheim

Stadttaubenprojekt benötigt dringend Spenden

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Das Stadttaubenprojekt kümmert sich um die Taubenpopulation in Frankfurt. Das entlastet die Verwaltung, kostet aber viel Geld. Derzeit fehlen dem Verein 12.000 Euro, damit er seine Mitarbeiter bezahlen kann. Doch die Spendenbereitschaft ist rückläufig.

Das Stadttaubenprojekt Frankfurt braucht Hilfe. Der Verein hat deshalb eine Spenden-Aktion ins Leben gerufen, um Arbeitsplätze und das Projekt für die Zukunft zu sichern. Die Vorsitzende, Gudrun Stürmer warb beim zuständigen Ortsbeirat 2 für die Spenden-Aktion.

Dem Verein, der sich für einen tierschutzgerechten Umgang mit der Taubenpopulation einsetzt, gehe es derzeit sehr schlecht, sagt Stürmer. Im Stadttaubenprojekt werde keine Kegelkugel geschoben oder Brieftaube fliegen gelassen. „Wir sorge zu 65 bis 70 Prozent für eine Entlastung der städtischen Verwaltung.“

So kümmert sich die Gruppe um die Tauben in der ganzen Stadt, nimmt verletzte und kranke Tiere auf und hält die Taubenhäuser instand. Regelmäßig tauschen sie Eier gegen Gipsattrappen aus und sammeln Kot auf, etwa am Parkhaus am Gericht, an der Brücke am Dahlbergkreisel in Höchst, am Hafentunnel, am Westbahnhof und an der Hauptwache. An der Alten Brücke etwa kämen dabei alle 14 Tage 20 Kilo Kot zusammen. Jährlich summiere sich die Entsorgung auf etwa 21 500 Euro.

Zusätzlich fielen monatlich etwa 6200 Euro für die drei Hauptamtlichen, für Futter, einen Tierarzt und Benzin an, rechnet Stürmer vor. Die Stadt unterstütze das Projekt mit jährlich 20 000 Euro. Der Verein könne damit also nicht einmal die Kosten für die Müllcontainer bezahlen.

Spenden sind rückläufig

Zwar würden viele Bürger mit Spenden aushelfen. Doch seien diese rückläufig. Auch sagten viele, das Taubenprojekt engagiere sich für die Stadt, da müsse auch die mehr für den Verein tun. Hilfreich wäre es daher, „wenn uns die Müllgebühr erlassen würde“, so die Vorsitzende, „das wäre eine enorme Entlastung“.

Laut Gudrun Stürmer fehlen derzeit etwa 12 000 Euro. Mit diesem Betrag könnten alle drei Arbeitsplätze bis Anfang kommenden Jahres gehalten werden. Anderenfalls müsse ein Mitarbeiter entlassen werden. Der Verein sammelt daher Geld über die Main-Frankfurt-Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Geld aus dem Ortsbeirat-Budget werde es nicht geben, sagt Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU). Dieses könne nicht so kurzfristig bereitgestellt werden.

Stürmer wies darauf hin, dass die Stadt Frankfurt viel Geld in die Verkleidung von Brücken investiere, um die Tauben dort vom Brüten abzuhalten. An der Galluswarte seien rund 350 000 Euro ausgegeben worden. Die Vögel nisteten dort aber nach wie vor, „das bringt nicht viel“.

Gespendet werden kann unter dem Link www.betterplace.org/de/projects, dort ist das Frankfurter Vorhaben unter dem Stichwort „Stadttaubenprojekt“ zu finden.

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