Immobilien

Bockenheim: Stadt soll Haus kaufen

  • schließen

Der Ortsbeirat 2 möchte die Karl-Marx-Buchhandlung unterstützen. Deren Gebäude wird zwangsversteigert. 

Die Stadt soll die traditionsreiche Karl-Marx-Buchhandlung in der Jordanstraße unterstützen. Das fordert eine Mehrheit im Ortsbeirat 2 auf Antrag von SPD und Grünen. Das Gebäude wird am 12. April zwangsversteigert. Nun fürchtet die Bücherstube, die neuen Eigentümer könnten sanieren und die Miete drastisch erhöhen (die FR berichtete).

Darum soll nun die Stadt das Gebäude erstehen, so die Antragsteller. Unterstützt werden SPD und Grüne von der Linken. Entweder soll sie einfach an der Versteigerung teilnehmen oder von ihrem Vorverkaufsrecht Gebrauch machen, schlagen die Fraktionen vor. Immerhin liege die Immobilie im sogenannten Erhaltungssatzungsgebiet Bockenheim und falle damit unter den Milieuschutz.

Der Verkehrswert des Wohn- und Geschäftshauses, in dessen Erdgeschoss sich die Buchhandlung befindet, sei auf 2,25 Millionen Euro festgelegt, so die Antragsteller. Da jedoch von einem erheblich höheren Marktwert der Immobilie ausgegangen werden müsse, seien „wegen des zu erwartenden Renditeinteresses ungünstige städtebauliche Entwicklungen“ zu erwarten, wie es in dem Antrag heißt.

Daher sei die Zuführung zum städtischen Vermögen, etwa zum Bestand der ABG Frankfurt-Holding, „zum Wohl der Allgemeinheit geboten“. Sollte die Buchhandlung aus der Jordanstraße 11 ausziehen müssen, will Geschäftsführerin Verena Schaedel an anderer Stelle in Bockenheim weitermachen. Viele ihrer Kunden seien im Stadtteil beheimatet. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare