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Um die Mehrausgaben ausgleichen zu können, hat der Verein Feldbahnmuseum kürzlich erst eine Lok verkauft. Foto: Hamerski
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Um die Mehrausgaben ausgleichen zu können, hat der Verein Feldbahnmuseum kürzlich erst eine Lok verkauft.

Bockenheim

Sicherheit für Feldbahnmuseum

  • VonMatthias Bittner
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Verein will für sein Gelände am Römerhof einen Erbbaupachtvertrag bis 2082. Nach Angaben der Feldbahner vervierfacht sich die jährliche Belastung.

Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder des Vereins Frankfurter Feldbahnmuseum beschlossen, für das Vereinsgelände Am Römerhof 15f einen Erbpachtvertrag mit der Stadt zu unterzeichnen. „Es hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass die Vorteile überwiegen und wir kein ganzes Grillblech voller Extrawürste braten können“, sagt der Vorsitzende Rüdiger Fach.

Der vom Amt für Bau und Immobilien (ABI) vorbereitete Kontrakt sieht eine Laufzeit von 60 Jahren vor. Details zu den Erbpachtzinsen wollen weder das ABI noch Fach preisgeben. Beide Parteien bewerten die Konditionen jeweils anders. Fach erklärt mit Blick auf die Vereinskasse, dass sich die jährliche Belastung vervierfache und man ein hohes Risiko eingehe. Günter Murr, Sprecher des ABI, verweist darauf, dass der jetzige Vertrag und der neue Erbpachtvertrag nicht vergleichbar seien – dem Verein würden künftig quasi Eigentümer ähnliche Rechte eingeräumt.

Das sei tatsächlich ein enormer Vorteil, freut sich Fach. „Wenn uns eine künftige Stadtregierung nicht mehr mag, kann sie uns nicht mehr einfach verjagen.“ Der laufende Mietvertrag ist jederzeit kündbar, der Verein müsste das Areal innerhalb weniger Wochen besenrein räumen.

Laut Murr wolle die Stadt dem Verein mit Blick auf die künftige Entwicklung im Rebstock-Areal helfen und langfristigen Bestandsschutz gewähren. Auf dem Gelände des Busbetriebshofs und drumherum ist ein Wohngebiet mit 2000 Wohnungen und der nötigen Infrastruktur geplant. Die Zukunft des Feldbahnmuseums war damit in den Blickpunkt gerückt. Die Frage war, ob sich der Feldbahnbetrieb neben Wohnbebauung vereinbaren lasse. Kann er, besagt ein Stadtverordnetenbeschluss. Das Gremium muss nun noch den Erbpachtvertrag absegnen. Laut Murr wird die Vorlage nach der Sommerpause eingebracht.

Fach hofft, dass der Kontrakt die Hürde nimmt. Er soll Anfang 2022 starten. Bis 2082 hätte das Museum eine feste Bleibe. Das heißt aber nicht, dass damit alle Sorgen passé wären. Im Gegenteil: Finanziell hat der Verein einiges mehr zu stemmen. „ Ärmel hochkrempeln“, fordert Fach. Um die Mehrausgaben ausgleichen zu können, wurde kürzlich erst eine Lokomotive verkauft. Künftig können die Feldbahner das Grundstück beleihen.

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