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So soll das künftige Schönhofviertel an der Rödelheimer Landstraße im Jahr 2024 einmal aussehen.

Bockenheim

„Wohnraum ist nötig“

  • Sonja Thelen
    vonSonja Thelen
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Der Ortsbeirat 7 begrüßt die Pläne zum künftigen Schönhofviertel, in dem bis zu 2000 Wohnungen, eine Grundschule und mehrere Kitas entstehen sollen. Eine Bürgerinitiative kritisiert das Vorhaben als unökologisch und nicht nachhaltig.

Der Ortsbeirat 7 hat erneut seine Zustimmung zu dem geplanten Quartier „Schönhofviertel“ an der Rödelheimer Landstraße bekräftigt. Vergangene Woche wurde der städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und der Nassauischen Heimstätte sowie dem Projektentwickler Instone unterzeichnet. Demnach entstehen bis 2024 mehr als 2000 Wohnungen, eine Grundschule in Hybrid-Bauweise für bis zu 500 Schüler und mehrere Kindertagesstätten auf dem früheren Siemens-Areal.

Seit Jahren sei bekannt, dass die Brache und weitere Flächen, die im Ortsbezirk 7 liegen, bebaut werden sollen, „was von einer großen Mehrheit immer befürwortet wurde“, betont SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Sasse. Er könne zwar den Einsatz der Bürgerinitiative „Grüne Rödelheimer Landstraße“ für den Erhalt von Hunderten von Bäumen, die dem Bau zum Opfer fallen sollen, nachvollziehen. Aber ebenso drängend sei es, Wohnraum zu schaffen.

„Ich hätte mir auch lieber die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG als Kooperationspartner gewünscht statt Instone“, sagt Sasse ganz offen. Aber Investor Instone habe das Gelände aus privater Hand von Siemens gekauft. Darauf könne die Stadt keinen Einfluss nehmen.

FDP-Fraktionschef Sebastian Papke betont den grünen Charakter des künftigen Viertels, das nahe des Westbahnhofs entsteht. Das Schönhofviertel sei ein „Gewinn für den Stadtteil“. Prinzipiell findet der Liberale, dass in Frankfurt so viele neue Wohnungen geschaffen werden müssen, damit das Angebot die Nachfrage übersteige und dann die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen wieder fallen: „Ob private Investoren oder städtische Hand, ist mir ziemlich egal“, sagt Papke.

Torben Zick (Farbechte/Die Linke) ist anderer Auffassung. „Wir brauchen keine privaten Investoren, das kann die kommunale Seite steuern. Ein Blick nach Wien reicht“, findet er.

Die Grünen indes sprechen sich für einen höheren Anteil an geförderten Wohnungen aus, „und zwar mindestens 40 Prozent“, betont Grüne-Mitglied Johannes Lauterwald.

Vertreter der Bürgerinitiative halten an ihrer Kritik fest. Das künftige Schönhofviertel sei weder nachhaltig, noch ökologisch.

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