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Pläne für Leipziger Straße in Bockenheim

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Von: Matthias Bittner

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Mitglieder des Ortsbeirats 2 sind für die testweise Sperrung der Leipziger Straße.
Mitglieder des Ortsbeirats 2 sind für die testweise Sperrung der Leipziger Straße. © Peter Juelich

Der neue Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) soll Position zur Sperrung der Einkaufsmeile in Bockenheim beziehen. Debatte im Ortsbeirat 2 am heutigen Montag.

Der Umbau von Kettenhofweg und Grüneburgweg zu fahrradfreundlichen Nebenstraßen waren zuletzt die bestimmenden Themen im Ortsbeirates 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald). Dabei geriet der Dauerbrenner, die versuchsweise Sperrung der Leipziger Straße in Bockenheim fast in Vergessenheit. Die CDU-Fraktion bringt ihn nun erneut zur Sprache. Für die heutige Sitzung hat Axel Kaufmann einen Antrag formuliert. „Wir wollten die Leipziger Straße in der ideologischen Diskussion zu fahrradfreundlichen Nebenstraßen nicht auch noch behandeln“, erklärt er das Zögern.

Die Zeit sei reif auszutesten, wie der neue Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) zur versuchsweisen Sperrung der Leipziger an Samstagen stehe, meint Kaufmann. Ihm geht es darum, mit Vertreter:innen aller Fraktionen, des Gewerbevereins Bockenheim, der Wirtschaftsförderung und der Stadtplanung zu besprechen, wie eine Testphase umzusetzen ist.

Vor zweieinhalb Jahren hatte die mittlerweile aus dem Ortsbeirat ausgeschiedene Eva-Maria Nimmerfroh (FDP) die Initiative angestoßen. Ihr Vorschlag: Die Einkaufsstraße an Samstagen auf dem Abschnitt zwischen Adalbertstraße und Markgrafenstraße für den Verkehr sperren, damit der Einkauf entspannter ist. Das war kontrovers diskutiert worden, mündete aber letztlich in einen mehrheitlich verabschiedeten Antrag. Die vom damaligen Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) befürwortet halbjährige Testphase scheiterte am Geld. Der Magistrat hatte argumentiert, dass eine Umsetzung mit enormen Aufwand (neue Beschilderung, Schranken, Drehen von Einbahnstraßen) verbunden sei.

Dass die CDU das Thema anpackt, begrüßt die FDP-Fraktion. „Wir sind zuversichtlich, dass wir als Ortsbeirat gemeinsam einen brauchbaren Lösungsvorschlag erarbeiten, der auch den Magistrat überzeugen wird und finanzierbar ist“, meint FDP-Fraktionsvorsitzende Sophie Hartmann.

Laut Stephan Lüdecke vom Verkehrsdezernat ist die Verkehrsberuhigung der Leipziger Straße im Sinne der Verkehrswende sehr erstrebenswert. „Zielgerichtet wäre aber eine dauerhafte Fußgängerzone – oder zumindest in Teilabschnitten –, mit Andienung am Vormittag. Sollte der Ortsbeirat entsprechende Beschlüsse fassen, werden wir uns in dieser Wahlperiode damit befassen.“

Holger Wessendorf, Vorsitzender des Gewerbevereins Bockenheim aktiv, steht der Sperrung und oder einer Fußgängerzone eher skeptisch gegenüber. „Alle bisherigen Vorschläge sind unausgegoren, weil die Andienungssituation nicht geklärt ist.“ Wie der Lieferverkehr ablaufen soll und wie die Anwohnenden auf ihre Grundstücke gelangen, sei bislang immer ungenügend beantwortet worden. Ihm fehlt der große Wurf.

Der soll möglichst an einem Runden Tisch mit Experten entstehen, zu dem die Wirtschaftsförderung im Auftrag des Magistrats einladen will. Wegen der Pandemie stockt das Vorhaben derzeit aber. Wie der Stand der Dinge ist, wer mit diskutieren und was besprochen werden soll, möchten die Grünen wissen und legen einen Antrag dazu vor. Ihre Vorlage sei weiterreichender als die der CDU, sagt Grünensprecherin Katrin Haus. Für sie sind neben der teilweisen Sperrung vor allem Barrierefreiheit und Verbesserung der Aufenthaltsqualität wichtige Punkte, die zu klären sind. An der Diskussion sollen möglichst auch Hausbesitzer:innen beteiligt werden. Und natürlich müsse die Rolle des Ortsbeirates geklärt werden.

Der Ortsbeirat 2 tagt am heutigen Montag, 17. Januar, 19 Uhr, Georg-Büchner-Schule (Aula), Pfingstbrunnenstraße 15 – 17.

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