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Baustellen, Schilder und Auslagen verengen derzeit die Gehwege der Leipziger Straße. Der Ortsbeirat will deshalb vorübergehend Parkplätze auf der Einkaufsmeile sperren. Foto: Privat
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Baustellen, Schilder und Auslagen verengen derzeit die Gehwege der Leipziger Straße. Der Ortsbeirat will deshalb vorübergehend Parkplätze auf der Einkaufsmeile sperren.

Bockenheim

Parkplätze auf der Leipziger Straße sperren

Ortsbeirat 2 will temporär mehr Raum auf der Einkaufsmeile schaffen, damit die Corona-Abstände eingehalten werden können. Durch Baustellen, Schilder und Auslagen sind die Gehwege momentan stark verengt.

Wer zu Fuß auf der Leipziger Straße unterwegs ist, muss im Moment einen Hindernisparcours bewältigen: Mehrere Baustellen, Schilder und Auslagen der Geschäfte blockieren die Gehwege. Als sei das nicht beschwerlich genug, muss man coronabedingt Entgegenkommenden ausweichen und darauf achten, den Mindestabstand zu Kunden einzuhalten, die vor Geschäften anstehen.

„Sicheres Bewegen ist hier nicht mehr möglich. Das entspricht in keinster Weise einer Einkaufsstraße, das sind keine Bedingungen für Fußgänger“, sagt Matthias Biemann in der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates 2 am Montagabend. Er fordert Konsequenzen.

Biemann wohnt seit 20 Jahren in Bockenheim. Während dieser Zeit habe er die Diskussionen um ein Durchfahrtverbot für Autos und die Umwandlung der Leipziger in eine Fußgängerzone verfolgt. Passiert sei nichts, sagt er in der Sitzung, in der er eine Präsentation engagierter Bürger zur Situation in der Leipziger zeigte. „Die Bilder sind Momentaufnahmen, die Situation wird aber schlimmer“, mahnte er mit Blick auf bevorstehende Ladenöffnungen, die mehr Passanten in der Einkaufsstraße bringen.

Handlungsbedarf sieht auch der Ortsbeirat. Er verabschiedete einen Antrag, die Parkplätze in der Leipziger während der Pandemie zumindest zu den Geschäftszeiten temporär zu sperren. Die Flächen könnten wartende Kunden und Kundinnen als Aufstellfläche nutzen und müssten nicht auf dem schmalen Bürgersteig in der Schlange stehen. Parkplätze für behinderte Menschen sollen davon ausgenommen bleiben.

Damit nahm das Gremium Biemanns Vorschlag auf. Er hatte darauf hingewiesen, dass Baustellen kurzfristig und unkompliziert eingerichtet werden könnten. „Was für Baustellen möglich ist, muss auch für die Gesundheit der Menschen möglich sein“, hatte er für die temporäre Sperrung der Parkplätze argumentiert. „Das ist die einfachste Lösung“, stimmte ihm Linken-Chef Hans-Jürgen Hammelmann zu. Er wundere sich, dass es während Corona überhaupt erlaubt sei, ausladende Aufsteller vor Geschäften aufzustellen.

Das Thema Leipziger Straße werde das Gremium noch weiter beschäftigen, erklärte der neue Ortsvorsteher Thomas Gutmann (Grüne). Große Hoffnungen, dass jetzt schnell etwas passiere, habe er nicht, weil erst ein neuer Verkehrsdezernent zu bestimmen sei. Doch auch diesen werden die Stadtteilpolitikern an die Umsetzung ihres mehrheitlich beschlossenen Testlaufs erinnern.

Samstags soll die Leipziger auf dem Abschnitt zwischen Adalbertstraße und Rohmerstraße für den Verkehr gesperrt werden. Noch-Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hatte dies nicht umgesetzt. Das mögliche Durchfahrtverbot ist im Stadtteil äußerst umstritten. Einzelhändler lehnen es ab, weil sie angesichts fehlender Parkmöglichkeiten in der Nähe ihrer Geschäfte Umsatzeinbußen befürchten.

Zuletzt war es recht still ums Durchfahrtverbot geworden. Das Thema wurde durch die Pandemie wieder aktuell. Weil beim Einkaufen auf den schmalen Bürgersteigen der Mindestabstand nicht mehr eingehalten werden könne, hatten sich Bürger:innen Anfang 2020 an Gutmann gewandt.

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