1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Bockenheim

Park & Ride auf Messeflächen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Boris Schlepper

Kommentare

Während der Messen sind Straßen in den umliegenden Quartieren wie der Kuhwaldsiedlung häufig zugeparkt.
Während der Messen sind Straßen in den umliegenden Quartieren wie der Kuhwaldsiedlung häufig zugeparkt. © Alex Kraus

Das Gelände am Rebstockpark soll außerhalb von Veranstaltungen besser genutzt werden, fordert der Ortsbeirat 2. Eine alternative Nutzung der Flächen sind laut Messe schwer zu organisieren.

Außerhalb der großen Messen steht die Parkfläche am Rebstockpark meist leer. Geht es nach der Mehrheit des Ortsbeirats 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald), soll sich das in Zukunft ändern. Das Stadtteilgremium will prüfen lassen, ob die Fläche zwischen Max-Pruss-Straße und Ursinusstraße / Zum Messeparkhaus Rebstock für Park & Ride zur Verfügung gestellt werden kann.

Vom Messe-Parkplatz könnten Pendlerinnen und Pendler problemlos mit der Straßenbahn 17 und den vier Buslinien 50, 54, 34 und 46 weiter in die Stadt zu ihren Arbeitsplätzen fahren, heißt es im Antrag der SPD. Dadurch würden auch die Quartiere Rebstock, Kuhwaldsiedlung, City West und Biegwald „wesentlich vom Pendler-Verkehr entlastet“.

Die Parkfläche „Check-In“ wird nach Ansicht von Antragstellerin Ramona Wagner nur zu den sehr großen Messen genutzt. Pendler und Pendlerinnen könnten quartalsweise informiert werden, um an den Tagen für eine andere Parkmöglichkeit sorgen zu können. „Das kann man problemlos planen, da klar ist, wann die einzelnen Messen sind.“

Areal ist nicht versiegelt

Hans-Jürgen Hammelmann (Linke) lehnte den Antrag ab. Das Areal sei nicht versiegelt und somit eine Grünfläche, die nicht ganzjährig zugeparkt werden dürfe. „Das reicht zu den Zeiten der großen Messen.“ Zudem gehörten Park & Ride-Plätze vor die Tore der Stadt. „Wir können uns nicht über Pendler beschweren, wenn wir ihnen keine Parkplätze anbieten“, erwiderte Ramona Wagner. Auch Daniel Brenner (Grüne) votierte gegen ihre Vorlage. Park & Ride-Plätze müssten langfristig angeboten werden können. Die Messe sei jedoch darauf angewiesen, kurzfristig über Parkplätze verfügen zu können.

Messesprecherin Iris Jeglitza kann nachvollziehen, dass die Debatte „in Zeiten von Stillstand“ aufgekommen sei. Doch gehe die Messe Frankfurt derzeit davon aus, dass das Geschäft im April wieder hochgefahren werde. Von April an seien 135 Veranstaltungen, darunter Messe, Kongresse und Konzerte, geplant. Die Parkfläche werde dann von Besucher:innen und Sattelschleppern so häufig gebraucht, dass „eine alternative Nutzung“ wie ein Park & Ride-Platz schwer zu organisieren sei, sagt Iris Jeglitza: „Es wird keine Verlässlichkeit geben.“

Mit ähnlichen Gründen hatte der Magistrat vor knapp einem Jahr die Forderung des Ortsbeirats 2, das Messeparkhaus am Rebstock für Park & Ride zur Verfügung zu stellen, abgelehnt. Pendler und Pendlerinnen könnten erst an der Abfahrt Rebstock erkennen, ob sie ihr Auto dort abstellen könnten oder nicht.

Die Unplanbarkeit reduziere die Akzeptanz und verlagere den Parkverkehr voraussichtlich auf andere Alternativen, etwa in die angrenzenden Wohngebiete, wandte der Magistrat damals ein. Auch müsste die Messe bei einer zusätzlichen Nutzung die Parkierungstechnik anpassen, was teuer sei.

Auch interessant

Kommentare