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Anette Mönich will gemeinsam mit dem Förderverein Roma im Bockenheimer Stadtteilbüro ein neues Beratungsangebot einrichten.
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Anette Mönich will gemeinsam mit dem Förderverein Roma im Bockenheimer Stadtteilbüro ein neues Beratungsangebot einrichten.

Bockenheim

Neues Angebot für Romnja

  • VonSebastian Theuner
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Der Förderverein Roma und der Verein Initiative Zukunft Bockenheim wollen gemeinsam ein Beratungsangebot für Romnja, also Frauen, die der ethnischen Minderheit der Roma angehören, schaffen.

Zutritt zum Kaufhaus? Nicht für sie. Wichtige Entscheidungen in der Familie? Trifft der Mann. Romnja – also Frauen, die der ethnischen Minderheit der Roma angehören – sind in den verschiedensten Lebensbereichen von Diskriminierung betroffen. Vorurteile verwehren ihnen gesellschaftliche Akzeptanz und Teilhabe.

Auch in Frankfurt ist das so. „In den westlichen Stadtteilen leben mindestens 50 Familien und Alleinerziehende in Notunterkünften der Stadt“, sagt Gabi Hanka vom Förderverein Roma in der Niddastraße. Wohnsitzlose Frauen halten sich häufig in der Leipziger Straße auf. An sie richtet sich das Projekt „Bachtale Romnja! Willkommen Frauen“. Getragen vom Verein Initiative Zukunft Bockenheim, soll in Kooperation mit dem Förderverein Roma, dem städtischen Frauenreferat und dem Gesundheitsamt ein umfassendes Beratungsangebot geschaffen werden. „Unser Ziel ist es, die Lebenssituation der Frauen zu verbessern, sie zu stärken und Vorurteile abzubauen“, sagte Hanka in der jüngsten Sitzung des zuständigen Ortsbeirates 2. Dort stellte sie das Projekt gemeinsam mit Anette Mönich von der Initiative Zukunft Bockenheim vor.

Als Sozialarbeiterin beim Förderverein Roma hat Hanka langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Familien. Für frauenspezifische Themen sei dabei oft keine Zeit geblieben. So kam es zur Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunft Bockenheim. An drei Vormittagen soll es für Romnja künftig eine Einzelberatung im Stadtteilbüro in der Leipziger Straße 91 geben. Geplant sind zudem Gruppenangebote und Workshops in der Ada-Kantine sowie öffentliche Veranstaltungen mit Bewohnerinnen des Stadtteils.

Im Mittelpunkt stehen: „Die Selbstorganisation der Frauen; Schutz vor häuslicher Gewalt; Themen rund um Sexualität; gesundheitliche Prävention und Bildung“, sagt Hanka. Sie wird Teil eines dreiköpfigen Beratungsteams sein. Zwei der Mitglieder sind selbst Romnja. Viele Frauen kennt Hanka bereits von ihrer Arbeit als Sozialberaterin, andere wolle man aktiv ansprechen. Unterstützung erhält das Team von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Losgehen soll es voraussichtlich zwischen Januar und März, „das hängt von der Mittelvergabe ab“, sagt Mönich. Mit potenziellen Unterstützerinnen und Unterstützern sei man in finalen Gesprächen. Zur offiziellen Eröffnung will der Verein beizeiten einladen.

Martin Völker (SPD) und Birgit Weckler (CDU) begrüßten das Engagement für die Frauen. Und Anette Mönich lud die weibliche Vertretung des Ortsbeirates sogleich in die Ada-Kantine in der Mertonstraße 30 ein, um mit den Romnja „von Frau zu Frau“ zu sprechen – und Begegnungen zu ermöglichen, von denen alle profitieren sollen.

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