Bockenheim

Wohnungen statt Garagen

  • Sonja Thelen
    vonSonja Thelen
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Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben möchte Wohnraum an der Rossittener Straße schaffen. Mitglieder des Ortsbeirats 7 wünschen sich dort auch einen Supermarkt.

In der Rossittener Straße im Industriehof hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) den Mietern von zehn Garagen zum 31. Dezember die Verträge gekündigt. Das bestätigt auf Anfrage der FR der Sprecher der in Bonn ansässigen Bundesanstalt öffentlichen Rechts, Thorsten Grützner. Die Kündigung ruft auch den zuständigen Ortsbeirat 7 auf den Plan.

In seiner heutigen Sitzung steht hierzu eine entsprechende Anfrage auf der Tagesordnung. Tenor dieser: Was passiert mit dem Grundstück? Entstehen dort Wohnungen oder sogar der seit vielen Jahren geforderte Supermarkt? Denn bislang scheiterte die Ansiedlung eines Nahversorgers aus Sicht der Einzelhandelsketten an der zu geringen Einwohnerzahl im Industriehof. Doch diese ist durch Neubebauung in den vergangenen Jahren gestiegen.

Grund für die Kündigung sei der baufällige Zustand der Garagen. „Die Weitervermietung ist mit Blick auf den Aufwand für die notwendige Verkehrssicherung nicht möglich“, berichtet Grützner. Tatsächlich prüft die Bima die Möglichkeit, an der Stelle Wohnraum zu schaffen. „Wir unterstützen die Wohnrauminitiative des Bundes“, erklärt der Pressesprecher. Zeitpunkt und Umfang einer möglichen Bebauung des zirka 1450 Quadratmeter großen Geländes in der Rossittener Straße (nahe Einmündung Hohensteiner Straße) kann die Bima jedoch erst bestimmen, wenn Planung sowie Abstimmungen mit der Stadt Frankfurt als Planungsträgerin erfolgt sind, betont Grützner.

Offen sei auch, ob dort zudem ein Nahversorger unterkommen könne. „Wir sind noch ganz am Anfang des Prozesses“, so der Bima-Vertreter. Das bestätigt Mark Gellert, Referent von Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Planungsrechtlich stünde Gellert zufolge an der Stelle einer Ansiedlung eines Supermarktes jedoch nichts im Wege.

Der Ortsbeirat 7 tagt am heutigen Dienstag, 27. Oktober, im Bürgerhaus Nordweststadt (Saalbau Titus Forum, großer Saal, Walter-Möller-Platz/Nidaforum 2). Beginn ist um 19.30 Uhr. Die Besucher werden gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Platzkapazitäten sind reduziert. Je nach Publikumsandrang kann der Einlass nicht allen Besuchern garantiert werden.

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