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Mobilität im Schönhofviertel

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Von: Sonja Thelen

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Das neues Stadtquartier soll klimagerecht geplant werden. Dabei soll der ÖPNV in den Mittelpunkt gerückt werden.

Das neue Schönhofviertel südlich der Rödelheimer Landstraße soll als neues Stadtquartier gemäß den Anforderungen der Klimakrise geplant werden. Ein tragendes Element dabei ist, den Menschen dort „die Entscheidung für moderne, städtische Mobilität zu ermöglichen und die Abhängigkeit von privaten PKW zu minimieren. Dies wird durch eine direkte und hochfrequente Anbindung an einen verlässlichen ÖPNV, gute und sichere Radinfrastruktur und Leih-Optionen für PKW und (Lasten-) Räder ermöglicht“, fordert der für das neue Viertel zuständige Ortsbeirat 7 (Hausen, Praunheim, Rödelheim).

Dazu hat er in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag der Grünen verabschiedet. Diese Rahmenbedingungen müssen bereits beim Einzug existieren. Allerdings sind die Grünen besorgt, dass die verschiedenen Angebote an Mobilität „in der Planung bislang noch nicht genug berücksichtigt sind. Das möchten wir aber mit dem Antrag betonen“, erläuterte Sophia Reintke den Vorstoß. Antworten der Stadt auf bisherige Anträge zum Thema „Mobilität im Schönhofviertel“ nannte Hans-Jürgen Sasse, Fraktionsvorsitzender der SPD, ebenfalls „unbefriedigend“. Torben Zick (Farbechte/Die Linke) befand indes manche Forderung in dem Antrag als zu unpräzise, bezeichnete aber die „Aussagen als unterstützungswürdig“.

Barrierefreie Verbindung

So sprach sich das Stadtteilgremium für eine bessere und barrierefreie Verbindung an den Westbahnhof aus. Die bisherigen Pläne seien unzureichend. „Eine zügige Erreichbarkeit muss schnellstmöglich sichergestellt werden.“ Auch die Erschließung des Quartiers mit Bus und Bahn sei bislang ungenügend, werde „den Erfordernissen klimagerechter Mobilitätspolitik nicht gerecht und schafft kein wohnortnahes, kapazitätsstarkes Angebot des ÖPNV“.

In Sachen sicherer und zukunftsweisender Fahrradinfrastruktur müsse die Valentina-Archipowa-Straße als Grundnetzstraße einen baulich getrennten Radweg erhalten und die Nebenstraßen fahrradfreundlich gestaltet werden. Auch fordert der Ortsbeirat den Umbau der Fuß- und Radbrücke an der Rödelheimer Landstraße nach Bockenheim, um diese fit für möglichen Begegnungsverkehr zu machen, und zu prüfen, ob das Viertel an geplante Fahrradschnellwege angebunden werden kann. Mehrheitlich sprach man sich zudem dafür aus, dass der Magistrat noch einmal dezidierter das Betreiben von Carsharing-Angeboten und Leihrad-Stationen angehen soll.

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