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Mehr Schutz für den Heldbockkäfer in Bockenheim

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Von: Boris Schlepper

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Hier im Biegwald kommt der Käfer vor.
Hier im Biegwald kommt der Käfer vor. © Michael Schick

Meiler sollen der bedrohten Tierart im Biegwald als Behausung dienen. Außerdem sollen sie als Lernstation für Schulen zum Einsatz kommen.

Der Heldbockkäfer im Biegwald soll besser geschützt werden. Dafür macht sich der Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) stark. Das Gremium fordert den Magistrat einstimmig auf, prüfen zu lassen, ob eine oder mehrere Behausungen für die streng geschützten Insekten in der Grünanlage nördlich der Autobahn 648 unweit des Rebstockparks errichtet werden können.

Die sogenannte Käfermeiler sollen einem Antrag der Grünen folgend als Artenschutzprojekt und Bildungsprojekt in Zusammenarbeit mit umliegenden Schulen als Lernstation im Frankfurter Grüngürtel entstehen. So weit es möglich ist, soll die Stadt das Projekt aus dem laufenden Haushalt realisieren. Ist das nicht machbar, sollen die Kosten für den personellen und finanziellen Aufwand ermittelt und im kommenden Budget eingeplant werden.

Um den seltenen Heldbockkäfer, der auf der Roten Liste Deutschlands unter stark gefährdet geführt werde, zu fördern und zu unterstützen, wäre es wünschenswert, im Biegwald einen Meiler anzulegen, erläutert Antragsteller Daniel Brenner seinen Vorstoß. Dadurch könne dazu beigetragen werden, die Art zu unterstützen und der Bevölkerung mit Informationen die Wichtigkeit von Insekten und dem Erhalt der Artenvielfalt nahe zu bringen.

Der Käfer gehöre zu den „auffälligsten und interessantesten Insekten Europas“, so Brenner. Das bis zu 7,5 Zentimeter große Tier bevorzuge lichte Eichenwälder mit absterbenden Althölzern und Baumstümpfen, wie sie im Biegwald, an der Grenze von Bockenheim und Rödelheim, oft vorkämen. Durch die Nähe zum Stadtwald sei der Standort prädestiniert für ein Artenschutzprojekt.

Zudem gebe es im Frankfurter Grüngürtel bereits eine Reihe von Lernorten und Lernstationen. Zwischen dem Gelände des Bunds Deutscher Pfadfinder:innen an der Ginnheimer Landstraße und der Revierförsterei Schwanheim klaffe jedoch im Westen eine beträchtliche Lücke, so Brenner. Diese könne durch das neue Angebot im Biegwald geschlossen werden.

Der Käfer ist vom Aussterben bedroht.
Der Käfer ist vom Aussterben bedroht. © Michael Schick

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