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Mehr als nur Musik und Essen auf dem Kurfürstenplatz

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Von: Fabian Böker

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Uta Frankenberg, Isabelle Puccini, Laura Badusche (v.l.) organisieren das Fest. Und suchen noch Helfende.
Uta Frankenberg, Isabelle Puccini, Laura Badusche (v.l.) organisieren das Fest. Und suchen noch Helfende. © Michael Schick

Das Kurfürstenplatzfest ist antikommerziell, solidarisch und nachhaltig – und sucht noch Unterstützung. Es findet am 17. September statt.

Im Workshop Krav Maga-Kampfsport lernen, Tischtennis spielen,Live-Musik hören, auf dem Flohmarkt stöbern, eine Kunstausstellung besuchen und sich über die Arbeit von Amnesty International informieren – dafür muss man nicht mehrere Feste besuchen. All das ist beim Kurfürstenplatzfest möglich, das am 17. September in Bockenheim stattfindet, von 10 bis 22 Uhr.

Es ist kein Fest wie jedes andere. Es ist strikt antikommerziell, hat einen solidarischen und nachhaltigen Anspruch und setzt auch politische Themen auf die Agenda. Das Kufü-Fest, wie es auch genannt wird, existiert seit 2013. Damals wurde die Idee dazu durch den Anblick des Kurfürstenplatzes geboren, erläutert Lea Rosenbusch vom Verein „Begegnen in Bockenheim“, die mit Laura Badusche das Fest hauptsächlich organisiert. Der Platz wirkte verlassen und traurig, „wir wollten ihn beleben“. Nach zwei Auflagen gab es eine Pause, 2018 und 2019 folgten die nächste Feste, dann kam Corona. Nun also der Re-Start.

Eine Säule des Festes sind die Workshops. Besucher und Besucherinnen können dort ihre Stimme ausbilden, sich in Selbstverteidigung üben oder an einem inklusivem Tanzprojekt teilnehmen. Zudem werden gemeinsam Hochbeete gebaut, „wobei wir dazu gerade noch Gespräche mit der Stadt führen, wo genau diese dann errichtet werden können“, sagt Laura Badusche.

Auf den beiden Bühnenm, die es geben wird, soll vor allem Musik gespielt werden. So treten auf der großen Bühne unter anderem die „Paperplanes“, „Mirvana and the groove kitchen“ und „Die ungerade 8“ auf, auf der Akustikbühne spielen beispielsweise „Tongärtner“, „Les bons temps rouler“ und „Traffic Jam“.

Für die große Bühne wird noch eine Band gesucht, bevorzugt auf dem Flinta-Bereich, also bestehend aus Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nichtbinären, trans oder agender Personen. „Es kann aber auch ein Chor oder eine Theatergruppe sein“, erklärt Badusche.

Unterstützung

Wer das Fest finanziell fördern möchte , kann sich im Internet unter www.betterplace.org/de/projects/109225-kufue-fest-2022 informieren. Infos zum Fest unter www.beinbo.org.

Gesucht werden noch Helfende , die sich um Ausschank, Spülmobil und Betreuung der Stände kümmern können. Kontakt zu den Verantwortlichen ist möglich über den Instagram- und Facebook-Kanal @begegneninbockenheim oder per Mail an info@beinbo.org. bö

An den Infoständen präsentieren sich unter anderem die Stadtbücherei, der Verband binationaler Familien, die Initiative „Mieter helfen Mietern“, ein Foodsharing-Projekt und der Klimaentscheid. Neben den Ständen wird dann auch noch Kunst ausgestellt, wobei alle Werke einen Stadtteilbezug haben, wie der Verein festhält. Zum Beispiel zeigen Fotos die Geschichte des Uni-Campus‘ Bockenheim.

Das Fest soll aber nicht nur einfach unterhalten oder zum Essen und Trinken genutzt werden, betonen die beiden Hauptorganisatorinnen. „Wir wollen auch die Menschen hier im Stadtteil vernetzen.“ Sie sollen erfahren, welche Akteure und Akteurinnen überhaupt in Bockenheim tätig sind, welche Themen im Stadtteil präsent sind, welche Ansprechpartner:innen es gibt. Daher stellen sich unter anderem die Kulturgarten-Initiative, die Ada-Kantine oder das Kfz-Referat der Uni vor. Auf einer großen Pinnwand auf dem Kurfürstenplatz informieren zudem Vereine oder Initiativen über ihre Arbeit.

„Diese Vernetzung soll auch im Sinne der Nachhaltigkeit sein, der sich das Fest verschrieben hat“, nennt Laura Badusche einen wichtigen Baustein der Organisation. Nachhaltig soll auch das Geschirr und Besteck sein, das an dem Tag an den Ständen herausgegeben wird. Daher hat der Verein von Spenden, die im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion gesammelt wurden, ein Geschirrmobil gekauft.

Das Crowdfunding läuft derweil weiter, denn das Fest basiert gemäß seiner antikommerziellen Ausrichtung auf Spenden und Zuschüssen.

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