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Seit zwölf Jahren engagieren sich Tim Schuster und seine Mitstreiter dafür, das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim in ein Offenes Haus der Kulturen umzuwandeln. Foto: Andreas Arnold
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Seit zwölf Jahren engagieren sich Tim Schuster und seine Mitstreiter dafür, das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim in ein Offenes Haus der Kulturen umzuwandeln.

Bockenheim

Langer Weg zum Offenen Haus der Kulturen

Verein bittet Ortsbeirat um Hilfe bei der Umwandlung des Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim in einen Treffpunkt für alle. Die Refinanzierung ist über Mieteinnahmen geplant.

Seit zwölf Jahren engagieren sich Tim Schuster und seine Mitstreiter dafür, das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim ins Offene Haus der Kulturen umzuwandeln. An die 100 Gespräche mit Vertretern der Stadt und Politikern hat es laut dem Geschäftsführer des Vereins Offenes Haus der Kulturen gegeben. Kürzlich präsentierte der Verein eine Umwandlungsstudie, die mit Unterstützung der Stadt erstellt wurde. Der Projektstart sei aber noch unklar.

„Wir könnten die Unterstützung des Ortsbeirates brauchen“, erklärte Schuster in der jüngsten Sitzung des Gremiums am Montag, in der er mit Lothar Augustin die Pläne vorstellte. Das Gremium soll erneut deutlich machen, dass das Haus im Stadtteil erwünscht sei. „Man muss alle Beteiligten auch noch mal an einen Tisch bringen. Es ist ein Problem des Kulturcampus, dass hier einzelne Instanzen nie gemeinsam daran arbeiten“, so Schuster.

Carola Scholz (Grüne) regte an, für eine der nächsten Sitzungen einen interfraktionellen Antrag vorzubereiten, um Schusters Wunsch zu beschleunigen. Ein schneller Projektstart ist nach Ansicht der CDU-Fraktionsvorsitzenden Suzanne Turré dringend nötig. Denn: „Die Baukosten steigen im Moment immens.“ Die Kalkulation des Vereins könnte schon bald überholt sein.

Das befürchtet auch Augustin. Der Verein rechnet derzeit mit einem Gesamtvolumen von rund 11 Millionen Euro. Das fast 70 Jahre alte Gebäude sei zwar in einem guten Zustand, der Gebäudewert aber null. Für den Grundstückskauf sind 1,4 Millionen Euro angesetzt – die Summe ergibt sich bei einem Bodenrichtwert von 31 Euro und 4500 Quadratmeter Fläche. Axel Kaufmann (CDU) erinnerte daran, dass ABG-Chef Frank Junker 5,6 Millionen für den Verkauf aufgerufen habe. „Ich sehe die Stadt aber in der Pflicht, weil es in Bockenheim keinen Saalbau mehr gibt.“

Refinanzieren will der Verein das Projekt über Mieteinnahmen. 300 000 Euro sollen es jährlich während der sechsjährigen Sanierungsphase sein, dann 400 000 Euro. Der Kindergarten und das Studentenwohnheim sollen Ankermieter bleiben. Der Asta, der auf den Campus Westend umzieht, belegt noch den größten Teil der künftigen Flächen des Forums für Kunst und Kultur, mit Veranstaltungssälen und Seminarräumen. Letztere sollen Initiativen, die kein Geld haben, eventuell sogar kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Ab sieben Euro pro Quadratmeter soll die Miete im Wohnheim kosten. „Wir bauen keinen Luxus“, sagte Lothar Augustin.

Grundsätzlich war eine politische Entscheidung zum Offenen Haus der Kulturen noch vor der Sommerpause angekündigt worden. Tim Schuster hält das allerdings für unrealistisch. Damit wird wohl auch nichts aus den Plänen, in zwei Jahren mit der Sanierung des Gebäudes beginnen und 2026 dann das soziokulturelle Zentrum eröffnen zu können.

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