Bockenheim

Kulturcampus gemeinsam gestalten

Der Ortsbeirat fordert ein Treffen aller beteiligten Akteure zu initiieren.

Noch ist nicht sicher, ob der Architekturwettbewerb für das „Zentrum der Künste“, das für den Kulturcampus Bockenheim geplant ist, wirklich im Herbst dieses Jahres anlaufen wird. Doch nun wird der Wunsch laut, „rechtzeitig vor“ der Ausschreibung „des Landes Hessen zum Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst“ ein Treffen aller beteiligten Akteure zu initiieren.

Dies geht aus einem Antrag des Ortsbeirates 2 hervor. Das Gremium fordert den Magistrat dazu auf, „zu einem gemeinsamen Besprechungstermin“ einzuladen. Mit dabei sollen sein: Vertreter des Landes und des Landtages, des Magistrats der Stadt, interessierte Stadtverordnete, des Offenen Hauses der Kulturen, des „Forum Kulturcampus Frankfurt“ sowie der dazugehörigen Mitgliedsinstitutionen und der ABG und des Ortsbeirates.

Weiterhin fordert der Ortsbeirat den Magistrat dazu auf, zu einem gesonderten Termin „zur weiteren Planung der Wohnraumbebauung“ einzuladen. Dazu sollten auch das Netzwerk Gemeinschaftliches Wohnen und das Stadtteilbüro Bockenheim integriert werden. Schließlich gehe es besonders um Fragen nach gefördertem Wohnraum.

Dieses Anliegen unterstrich auch Hans-Jürgen Hammelmann (Linke). Er sehe das Versprechen der Stadt, zehn Prozent gemeinschaftliches Wohnen und 15 Prozent geförderten Wohnraum in der Neubebauung anzubieten, nicht geleistet.

Tim Schuster vom Offenen Haus der Kulturen begrüßte die Forderungen des Ortsbeirats als „prähistorisch“. Seitdem die Idee des Kulturcampus 2011 entwickelt wurde, habe es noch „kein Treffen mit allen Beteiligten“ gegeben. Schuster hoffe auf eine öffentliche Diskussion im Stadtteil, bei der die Bürger aktiv beteiligen könnten. Der Verein Offenes Haus der Kulturen fordert zudem, die Pläne zum aktuellen Stand des Projekts öffentlich und verhandelbar zu machen. (agro)

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