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Die alte Professorenvilla an der Senckenberganlage wird in den Neubau integriert.
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Die alte Professorenvilla an der Senckenberganlage wird in den Neubau integriert.

Jüdische Akademie

Jüdische Akademie Frankfurt: „Ein jüdisches Haus“ mitten in der Stadt

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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An der Senckenberganlage beginnt im Herbst der Bau der Jüdischen Akademie. Sie soll jüdische Perspektiven auf gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatten sichtbar machen.

Zuerst sträubt sich die Plane noch ein bisschen, aber als kräftig an ihr gezogen wird, fällt sie schließlich herunter. Und gibt den Blick frei auf ein großes Schild, auf dem ganz oben „Jüdische Akademie“ steht.

Mit dessen Enthüllung hat am Montag offiziell die Realisierungsphase der jüdischen Bildungseinrichtung begonnen, die der Zentralrat der Juden in Deutschland an der Senckenberganlage 9-11 baut. Im September soll der symbolische erste Spatenstich erfolgen, Ende 2023 soll das Gebäude fertig sein. Der vom Frankfurter Architekten Zvonko Turkali entworfene Bau wird eine alte Professorenvilla integrieren. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 34,5 Millionen Euro, 16 Millionen davon trägt der Bund, sieben das Land Hessen, fünf die Stadt Frankfurt, den Rest der Zentralrat selbst.

Das Gebäude sei die „bauliche Umsetzung eines Traums“, den es schon seit Jahren gebe, sagt Frankfurts Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU). Als „jüdischer Thinktank mitten in Frankfurt“ werde die Akademie „die jüdische Sicht auf das gesellschaftliche Leben“ zeigen, der Bau mitten in der Stadt sei zugleich ein „Ausrufezeichen“ für ein lebendiges jüdisches Leben am Main. Er sei froh, dass die Institution in Frankfurt entstehe, weil die Stadt lange als intellektuelles jüdisches Zentrum im deutschsprachigen Raum gegolten habe, sagt Becker. An diese stolze Tradition könne die Akademie anschließen.

Mark Dainow vom Zentralrat der Juden und Harry Schnabel vom Vorstand der Frankfurter jüdischen Gemeinde danken Becker ausdrücklich für sein Engagement für die Akademie. Ohne den CDU-Politiker „wären wir heute nicht hier“, sagt Dainow. Schnabel verweist darauf, dass von der Stadt Frankfurt eine Unterstützung gekommen sei, die man sonst „nirgends in der Bundesrepublik“ gefunden habe.

Die Basis der Jüdischen Akademie ist die 2012 ins Leben gerufene Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden, die mit Seminaren, Debatten und Konferenzen auf sich aufmerksam macht und in der Akademie aufgehen soll. Man werde die ganze Vielfalt Frankfurts aufgreifen und über Philosophie, Judentum, Kultur und Antisemitismus wissenschaftlich diskutieren, sagt Doron Kiesel, der die Akademie gemeinsam mit seiner Kollegin Sabena Donath leiten soll.

Donath fügt hinzu, der Unterschied durch das neue Gebäude sei, „dass wir ein jüdisches Haus haben und verschiedene Themen aus einer jüdischen Perspektive verhandeln werden“. Es gehe auch darum, junge jüdische Stimmen zu fördern und der gewachsenen Vielfalt und Diversität der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland einen Raum zu geben.

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