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So oder ähnlich könnte die Station für Gebrauchtes aussehen, an der sich jeder bedienen oder etwas einstellen kann. Der Magistrat lehnt den Standort am Hülya-Platz aber ab.
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So oder ähnlich könnte die Station für Gebrauchtes aussehen, an der sich jeder bedienen oder etwas einstellen kann. Der Magistrat lehnt den Standort am Hülya-Platz aber ab.

Bockenheim

Hülya-Platz für Givebox ungeeignet

  • vonMatthias Bittner
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Die Stadt erteilt der Idee, eine sogenannte Givebox auf dem Hülya-Platz zu errichten, eine Absage. Sie befürchtet, dass es zur einer Vermüllung um den Schrank geben wird, in dem man gebrauchte Sachen tauschen kann.

Die Idee einer Givebox ist simpel: Überflüssiges verschenken statt wegwerfen. Wer etwas entbehren kann, legt es in die Box, wer etwas braucht, darf es nehmen. Diese Idee der Nachhaltigkeit ist laut Magistrat unterstützenswert. Ein solcher Schrank auf einer öffentlich zugänglichen Fläche wie dem Hülya-Platz in Bockenheim könne aber nicht genehmigt werden.

Im Vergleich zu den 77 Bücherschränken in Frankfurt wäre dem Inhalt kein klarer Rahmen gesetzt. Ein Risiko einer frei zugänglichen Tauschbox sei, dass Kinder für sie ungeeignete Gegenstände entnehmen und so unnötig gefährdet werden könnten, teilt der Magistrat mit.

Diskussion im Ortsbeirat

Der für Bockenheim zuständige Ortsbeirat 2 hatte den Magistrat auf Initiative von Daniel Brenner (Grüne) gebeten, die Einrichtung einer Givebox nicht grundsätzlich abzulehnen und zu prüfen, welche Vorgaben für die bauliche Gestaltung und den Betrieb erfüllt werden müssten, damit diese genehmigungsfähig sei.

Der Wunsch des Stadtteilvereins „Begegnen in Bockenheim“, eine Givebox im Quartier zu betreiben, war im Dezember 2020 im Stadtteilparlament kontrovers diskutiert worden. Ungeklärt blieb die Frage, welche Gegenstände in die Box gestellt werden könnten und ob es nicht zu einer Vermüllung komme, wenn sich der Verein nicht mehr um das Projekt kümmere. Zwei Jahre wollten sich die Vereinsmitglieder quasi als Paten um die Givebox kümmern, danach sollte sich das Angebot verselbstständigen.

Nach Ansicht des Magistrats ist damit zu rechnen, dass größere Gegenstände auf der Fläche neben der Tauschbox abgestellt oder Dinge in der Box abgelegt werden, die defekt sind oder diese beschädigen. Nach den Erfahrungen mit den Bücherschränken sei davon auszugehen, dass in der Givebox erhebliche Mengen an Müll abgelegt würden. Das aber würde sich negativ auf das städtische Erscheinungsbild auswirken und zu erheblichen Folgekosten für Reparaturen und Entsorgungsleistungen führen.

Eine zuverlässige Instandhaltung und Müllentsorgung lasse sich nicht allein durch das freiwillige Engagement der Paten gewährleisten. Der Magistrat empfiehlt daher, sich an andere soziale Institutionen oder eine Kirchengemeinde zu wenden.

Um die Givebox zu finanzieren, wollte der Stadtteilverein einen Spendenaufruf starten und bat den Ortsbeirat um Mithilfe. Der 2014 gegründete Verein will durch kulturelle und soziale Projekte das Miteinander im Quartier stärken. Dazu gehört das Kurfürstenplatzfest, Deutschkurse oder eine Upcycle-Werkstatt.

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