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Georg-Büchner-Schule: Eltern streichen Klassenzimmer

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Von: Boris Schlepper

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Die Georg-Büchner-Schule muss saniert und erweitert werden. Nun will der Ortsbeirat helfen, die Situation an der Integrierten Gesamtschule in Bockenheim zu verbessern. Derweil übernehmen Schulgemeinde und Eltern selbst anfallende Malerarbeiten und Reparaturen.

Wie geht es weiter mit der Georg-Büchner-Schule? Das will der Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) wissen. In seiner jüngsten Sitzung hat das Gremium einstimmig einen Grünen-Antrag verabschiedet. Darin fordern sie, prüfen zu lassen, wie weit die Pläne zur Grundsanierung und Erweiterung der Integrierten Gesamtschule mit Grundstufe sind. Mit vier weiteren Vorlagen will der Ortsbeirat die Situation an der Schule verbessern.

Seit Jahren ist geplant, die IGS in der Pfingstbrunnenstraße zu sanieren und zu vergrößern. Mit 1100 Schüler:innen platze sie aus allen Nähten, hatte die Schulleiterin in der Novembersitzung berichtet. Seit mehr als einem halben Jahrhundert habe es keine Grunderneuerung mehr gegeben. Das Dezernat Bildung, Immobilien und Neues Bauen hatte mitgeteilt, dass Mitte 2023 ein Planungsteam beauftragt werden könne und erst dann mit der Schule geklärt werde, wie die Sanierung und Erweiterung aussehen (die FR berichtete).

Obwohl 2019 Geld für die Planung in den Haushalt aufgenommen worden sei, sei der Schule zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Planung vorgestellt worden, noch sei sie beteiligt worden, kritisiert Antragstellerin Simona Hepp. Es entstehe der Eindruck, dass die Einbindung nicht gewünscht sei und die Stadt „keine dringende Notwendigkeit“ sehe, die längst überfällige Sanierung voranzutreiben.

Deutlich werde dies, dass derzeit Malerarbeiten und kleinere Reparaturen in den desolaten Klassenzimmern und Schultoiletten „in Eigenregie“ von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonal und Eltern vorgenommen würden, so Hepp. Ärgerlich sei, dass die Heizung seit Jahren nicht reguliert werden könne.

Mit einer Vorlage der Linke will das Gremium prüfen lassen, ob der ehemalige ADAC-Übungsplatz am Römerhof oder ein anderer Platz in der Nähe als Ausweichstandort für die Schule während der Sanierung genutzt werden kann. Werde der Unterricht während der Bauarbeiten fortgesetzt, seien erhebliche Störungen zu erwarten, so Linken-Chef Hans-Jürgen Hammelmann. Der Übungsplatz stehe seit Jahren leer.

Ob die Grundschulbezirke in Bockenheim so angepasst werden können, dass die Georg-Büchner-Schule entlastet wird, fragt der Ortsbeirat mit einem weiteren Grünen-Antrag an. Die Stadt soll klären, ob etwa die Postsiedlung und das Übergangswohnheim Ludwig-Landmann-Straße dem Bezirk der geplanten Grundschule an der Schloßstraße, der Brentanoschule in Rödelheim oder der Viktoria-Luise-Schule am Rebstock zugeordnet werden kann. Seit diesem Schuljahr sei der Jahrgang 1 an der Büchner-Schule dreizügig, so die Grünenpolitikerin Hepp. Doch fehlten dafür die Räume. Laut Dezernat steht frühestens 2024 eine Anpassung an.

Verbessern will der Ortsbeirat auch die Verkehrssituation an der Schule. In einem weiteren Antrag der Grünen fordert das Gremium, dass der Magistrat denn Zugang sicherer macht. Denkbar wären etwa Bodenmarkierungen in der Haltezone des Schulbusses, eine Schritt-Tempo-Zone vor dem Gebäuden oder Hinweisschilder. Derzeit komme es fast täglich zu gefährlichen Situation aufgrund des regen Verkehrs vor der Schule und den zahlreichen Elterntaxis.

Sonnenschutzrollos für die IGS fordert das Gremium mit einem Antrag der Linke. Diese seien mit Hinblick auf die Sanierung nicht montiert worden. Da es im Sommer immer heißer werde, könne nicht länger gewartet werden. So möglich, sollen die Rollos auch am Ausweichstandort und später am sanierten Gebäude eingesetzt werden.

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