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Gefeiert wird schon genug auf dem Areal, finden die Anwohner etwa beim Afrikanisch-Karibisches Kulturfest im vergangenen August.

Musik

Wireless Festival: Bockenheimer fürchten Lärm und Wildpinkler

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Anwohner kritisieren das geplante Wireless-Festival auf dem Rebstockgelände. 

„Ich versichere, dass ich als erfahrener Konzertveranstalter stets meine Verpflichtungen eingehalten habe“, sagt der 72-jährige Marek Lieberberg, Veranstalter des „Wireless“-Festivals im Rebstockpark. Auf Einladung des Ortsbeirats 2 stellte Lieberberg am Montagabend das Konzept des zweitägigen Musikfestivals vor, das am ersten Juliwochenende auf dem Gelände stattfinden soll.

Auf zwei Bühnen erwartet die Besucher des selbsternannten „Urban Music & Lifestyle“-Festivals eine Mischung aus nationalen wie internationalen Hip-Hop-Größen und angesagten Pop-Stars. Nach aktuellem Stand des Vorverkaufs rechnet Lieberberg derzeit mit einer Besucherzahl von insgesamt knapp 25 000 Menschen an beiden Tagen. Gut 40 Prozent der Fläche des Rebstockparks werden für das Festivalgelände eingezäunt. Ein Ordnungsdienst des Festivals soll zudem sowohl die nahegelegenen Kleingartenanlagen schützen, als auch während und nach der Veranstaltung dafür Sorge tragen, dass in den angrenzenden Wohngebieten Ruhe herrscht.

Lieberberg betonte, dass es sich um kein Festival mit zugehörigem Camping handele. Die Besucher müssten nach Ende der Veranstaltung das Gelände wieder verlassen. Zusätzlich würden sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich in einem Naherholungsgebiet befinden und sich rücksichtsvoll zu benehmen hätten. „Wir garantieren die vollständige Wiederherstellung des Geländes nach Beendigung der Veranstaltung“, sagte Lieberberg, der unter anderem seit 25 Jahren auch das bekannte Festival „Rock im Park“ in Nürnberg organisiert.

Trotz aller Beteuerungen zeigten sich nicht alle Anwohner und Naturschützer begeistert. Manche befürchten ein Verkehrschaos, andere zahlreiche Wildpinklern im Park. Es sei ja schön und gut, dass im Rebstockpark ab und zu Veranstaltungen stattfänden. „Aber irgendwann reicht es.“ Ein Vertreter des Naturschutzbundes wies darauf hin, dass auch die Tiere, die in dem Gelände lebten, in Mitleidenschaft gezogen würden. „Die können sie nicht wiederherstellen“, mahnte er.

Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) schlug vor, nach dem Festival sich mit den Anwohnern zu versammeln, um sich über den Verlauf des Festivals auszutauschen. Dies wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen.

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