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Frankfurt: Wirbel um Bäume am Rebstock

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Von: Christoph Manus

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So soll es im neuen Quartier am Rebstockgelände in Frankfurt, das ABG und LBBW entwickeln, einmal aussehen.
So soll es im neuen Quartier am Rebstockgelände in Frankfurt, das ABG und LBBW entwickeln, einmal aussehen. © Holger Meyer Architektur

Die Gartenpartei im Frankfurter Römer warnt vor raschen Rodungen für den Bau einer Schule am Rebstock in Bockenheim. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sieht sich falsch zitiert.

Der Stadtverordnete Tilo Schwichtenberg (Gartenpartei) versucht, die geplanten Rodungen im „Rebstockwäldchen“ noch zu verhindern. Dabei sieht er einen großen Zeitdruck. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) habe im Planungsausschuss angekündigt, dass die Fällungen zeitnah erfolgten, verbreitet Schwichtenberg via Twitter und per E-Mails an Stadt- und Stadtteilpolitiker:innen. Er werde seinen Antrag zum Erhalt des Wäldchens für die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag zur Aussprache anmelden. „Es kann dann aber schon zu spät sein!“, warnt er. Die Koalition von Grünen, SPD, FDP und Volt, aber auch die CDU haben angekündigt, den Antrag abzulehnen.

Im Planungsdezernat widerspricht man der Darstellung Schwichtenbergs. Dass die Rodungen zeitnah erfolgten habe Josef nicht gesagt, sagt dessen Sprecher Mark Gellert. Dieser habe lediglich darauf hingewiesen, dass nach dem Bebauungsplan für das neue Wohngebiet am Rebstock 0,37 Hektar Fläche am Rande des Rebstockwäldchens für den Bau einer Schule vorgesehen seien. Diese Fläche werde gerodet, sobald die Schule gebaut wird. Wann das geschehe, liege nicht in der Zuständigkeit des Planungsdezernats. Als Ausgleich für die Fällung der Bäume sei eine Aufforstung einer 3800 Quadratmeter großen landwirtschaftlich genutzten Fläche am Fechenheimer Mainbogen vorgesehen.

Die Schule und eine Kita sollen Teil eines neuen Viertels zwischen Autobahn 648 und Leonardo-da-Vinci-Allee werden, das die städtische ABG und die Immobilientochter der Landesbank Baden-Württemberg entwickeln. Geplant ist der Bau von etwa 950 Wohnungen. Davon sollen 30 Prozent gefördert sein.

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