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Noch ist das Wohngebiet am Rebstock von viel Grün umgeben.

Bockenheim

1000 neue Wohnungen geplant - Teil des Rebstockwäldchens soll gerodet werden

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Am Katharinenkreisel sollen rund 1000 Wohnungen mehr entstehen als geplant. Dafür muss die Stadt Teile des Rebstockwäldchens roden. Der Ortsbeirat 2 will es schützen.

Frankfurt - Die Bebauung am Katharinenkreisel ist nochmals Thema in der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 2. Im nördlichen Teil des Rebstock-Geländes zwischen Leonardo-Da-Vinci-Allee, Am Römerhof und der A648 sollen rund 1000 Wohnungen mehr entstehen als ursprünglich geplant. Dafür muss die Stadt aber einen Teil des Rebstockwäldchens fällen. 3800 Quadratmeter.

Auch an anderen Orten werden neue Wohnungen in Frankfurt geplant. Planungsdezernent Josef stellt ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für Frankfurt vor.

Ortsbeirat will Rebstockwäldchen schützen

Der Ortsbeirat hatte mehrfach dafür plädiert, die Bäume zu erhalten. Ohne Erfolg. Das Umweltdezernat halte einen begrenzten Eingriff in den Auenwald für vertretbar, sagt die Stadt. Den Heldbockkäfer, außerhalb des Wäldchens entdeckt, lässt die Untere Naturschutzbehörde umziehen. Die Bürger sollen aber die Möglichkeit bekommen, sich noch mal dazu zu äußern, findet der Ortsbeirat. „Wir müssen auch überlegen, wie wenigstens das verbleibende Stück Rebstockwäldchen zu schützen wäre“, sagt Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU).

Außerdem soll es einen neuen Quartiersplatz geben, benannt nach dem Luftfahrtpionier Charles Lindbergh. Der Ortsbeirat überlegt, wie das Areal gestaltet werden könnte, was sich die Bürger dort wünschen.

Diskussion um Wireless-Festival im Rebstockpark

Auch zum Wireless-Festival sollen die Ortsbeiratsbesucher sich noch einmal äußern. Das Sommerspektakel mit rund einem Dutzend Bands und etwa 70 000 Besuchern, verteilt auf zwei Tage, könnte auch 2020 noch einmal im Rebstockpark über die Bühne gehen. Zumindest hat das die Veranstalterin, die Konzertagentur Marek Lieberberg, durchblicken lassen. Allerdings haben sich auch eine ganze Reihe von Anliegern über den Lärm beschwert. 

Das Wireless-Festival stellt für viele Frankfurter mittlerweile ein großes Event dar.

Bedenken gibt es ebenso zum Umweltschutz, sagt Ortsvorsteher Kaufmann. Ebenfalls zur Sitzung angekündigt hat sich Anette Günther. Die Leiterin der Planungsgruppe der neuen IGS 16 will unter anderem erste Überlegungen zur Namensfindung der Schule vorstellen. Bislang trägt die Einrichtung den Titel „IGS im Norden“. Sie zieht in das frei werdende Gebäude der ehemaligen Sophienschule an der Falkstraße in Bockenheim. Später wird sie aber im Norden der Stadt zu finden sein, im Neubau in Bonames.

Der Ortsbeirat 2 tagt am Montag, 16. September, 19 Uhr, in der Residenz Rebstockpark, Leonardo-da-Vinci-Allee 29.

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