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Zur Saisoneröffnung Mitte Januar kamen viele Besucher ins Feldbahnmuseum.

Kultur

Neues Domizil für das Feldbahnmuseum  

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Der Umzug des Feldbahnmuseums in Bockenheim gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Ein möglicher Umzug des Feldbahnmuseums vom Gelände am Römerhof auf das Wohnmobil-Areal am Rebstockbad gestaltet sich schwieriger als gedacht. Auf dem zur Zeit an die Messe verpachteten Grundstück sollen Bauten für 200 Geflüchtete entstehen. Die Messe hat das Grundstück daher für fünf Jahre an die halbstädtische „Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft“ vergeben.

„Im Februar werden dort Wohnwagen für 20 Personen aufgestellt“, berichtet Manuela Skotnik vom Sozialdezernat. Der angedachte Baubeginn für die Wohnmodule ist im März. Fertiggestellt werden sollen die Gebäude bis September. Für Skotnik überschneidet sich eine Folgenutzung des Grundstücks durch den Feldbahnverein nicht mit den Plänen des Sozialdezernats.

Mit Baubeginn für die Wohnbebauung am Römerhof, der den Umzug der Eisenbahnfreunde notwendig machen könnte, sei erst in zwei Jahren zu rechnen. Die Stadtverordnetenversammlung hat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Mitte Dezember gefasst.

Der Feldbahnverein hat den Umzug auf das Wohnmobil-Areal vorgeschlagen. Es handele sich dabei aber auch um eine „unverbindliche Planungsidee des städtischen Projekts Rebstockbebauung“, sagt der Vorsitzende des Feldbahnmuseums Rüdiger Fach.

„Der Verbleib in der Rebstockregion hätte für uns den Vorteil, die alte Bahnstrecke weiterhin nutzen zu können.“ Zudem biete der Umzug die Chance, „eine nach neuen museumspädagogischen und arbeitsschutztechnischen Gesichtspunkten entsprechend gestaltete und besucherfreundliche Anlage“ betreiben zu können.

Von ihrem Gelände aus fahren die Züge durch den Rebstockpark.

Ein neuer Standort birgt für das Feldbahnmuseum allerdings auch Risiken. „Bei einem Umzug im Rebstockbereich müssen mehre Museumsgebäude und Hallen gebaut und mit neuen Gleisen an das alte Gleisnetz im Rebstock angeschlossen werden“, erklärt der Vorsitzende. Die Kosten werden vom Verein aktuell auf fünf bis sieben Millionen Euro geschätzt. Eine Summe, die der Verein nicht aufbringen könne. Da es auch keine Zuschüsse von der Eisenbahngesellschaft gebe, schlägt Fach vor, einen möglichen Umzug durch den Verkauf der dann auf dem Gelände des Museums entstehenden Wohnungen zu finanzieren.

Offiziell hält die Stadt einen Umzug nicht für notwendig. In einer parlamentarischen Stellungnahme vom 15. Januar hat der Magistrat dem Feldbahnmuseum zugesichert, dass er die Belange des Museums im Planungsprozess berücksichtigen wird. „Wir werden uns, sofern erforderlich, um einen den Anforderungen des Feldbahnmuseums entsprechenden Ersatzstandort bemühen“, versichert Sprecher Mark Gellert vom Dezernat für Planen und Wohnen.

Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) hat sich dafür ausgesprochen die Belange des Feldbahnvereins in einer der kommenden Sitzungen des Gremiums ansprechen zu wollen: „Im Falle eines Umzugs muss die Stadt den Verein unterstützen, allein kann er es nicht schaffen.“

Kaufmann ist sich sicher, dass sich die Gegend um den Rebstockpark nachhaltig verändern wird. Der Ortsbeirat erwartet für dieses Jahr neben der Vorstellung des Bebauungsplans für den Römerhof auch die Pläne für eine Bebauung für das Areal zwischen Rebstockbad und Autobahn.

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