Bockenheim

Tempo 30 auf Schloßstraße in Frankfurt-Bockenheim

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Radfahren soll sicherer werden, auch ein Umbau könnte helfen. Momentan lauern rechts und links Gefahren.

Lediglich eine Straßenmarkierung weist aktuell auf den Radweg auf der Schlossstraße hin. Fährt man ihn entlang, lauern rechts und links Gefahren: Denn während auf Straßenseite Autos überholen, wird auf linker Seite geparkt – als Radfahrer kann man so leicht von einer sich öffnenden Autotür überrascht werden.

Um die Situation für Radfahrer sicherer zu machen, verkündete Joachim Hochstein vom städtischen Radfahrbüro in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirat 2, dass ab Frühjahr die gesamte Straße zur Tempo-30-Zone werden soll. „Das ist nicht unsere Ziellösung, aber eine erste Maßnahme“, so der Leiter des Büros. Eigentlich müssten – zumindest so, wie Straße aktuell aussieht – die parkenden Autos verschwinden. Dann sei auf der Straße ausreichend Platz, um Radfahrern den vorgeschriebenen Sicherheitsbereich von 1,5 Metern zu den fahrenden Autos zu ermöglichen.

Dafür müssten jedoch 110 Autos alternative Parkplätze finden, im bereits überlasteten Parksystem Bockenheims eine Herausforderung. „Klar haben wir zu viele Autos im Stadtteil, aber ich will nicht den Anwohnern vorschreiben ob sie ein Fahrzeug besitzen können oder nicht“, erklärt Maria-Christina Nimmerfroh (FDP).

Auch Fußgänger leiden

Eine alternative Lösung ließe sich durch einen kompletten Umbau der Straße erreichen. Zwischen den beiden Fahrstreifen verlaufen derzeit noch Straßenbahnschienen. Da auf der Strecke aber keine Tram mehr verkehrt, werden diese nur selten für Betriebsfahrten genutzt. „Unsere Vision ist es, den Mittelstreifen als Schienenstrecke und Fahrbahn zu nutzen, dazwischen einen breiten Radweg zu schaffen und auch den Parkstreifen an den Außenseiten zu erhalten“, erklärt Hochstein. Dieser Umbau müsse indes noch politisch beschlossen werden.

Bei den Bockenheimern kommt der Plan schon einhellig gut an. „Wir müssen hier endlich etwas tun“, sagt Susanne Däbritz (SPD). Aktuell litten nämlich auch die Fußgänger: Sie müssten ständig Radfahren, die aus Sicherheitsgründen auf dem Bürgersteig fahren, ausweichen.

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