Stadtgrün

Mehr Bäume vor Wohnbau schützen

  • Sonja Thelen
    vonSonja Thelen
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Die Grünen im Ortsbeirat 2 kritisieren, die Stadt hätte in der Rödelheimer Landstraße zu wenig Bäume als erhaltenswert deklariert. Die Fraktion will nun genaue Kriterien festlegen.

Im neuen Schönhofviertel südlich der Rödelheimer Landstraße sind doch „deutlich mehr Bäume erhaltenswert“, als bislang von der Stadt kommuniziert. Zu dieser Einsicht kommt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, nachdem sie sich mit Vertretern der Bürgerinitiative (BI) „Grüne Rödelheimer Landstraße“ vor Ort ein Bild vom Baumbestand gemacht hat.

„Wir möchten Auskunft von der Stadt, nach welchen Kriterien die Bäume bewertet wurden“, forderte Johannes Lauterwald (Grüne) im Ortsbeirat 7 am Montagabend. Mit der Grünen-Fraktion aus dem Ortsbeirat 2 wolle man einen Antrag vorbereiten, um Kriterien zu definieren, nach denen Bäume bei Bauvorhaben gefällt werden dürfen.

Zuvor hatte BI-Vertreter Tobias Jörgens in der Bürgerfragestunde erneut kritisiert, dass angesichts des Klimawandels es in der Stadt nicht hinnehmbar sei, rund 500 Bäume zugunsten des neuen Schönhofviertels zu fällen. Anwohner Dirk Gasche monierte, das sei eine Planung, „die ideenlos und nicht zukunftsorientiert“ sei. Er appellierte an das Stadtteilgremium, diesbezüglich noch einmal aktiv zu werden.

Laut SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Sasse sei das Bebauungsverfahren schon weit fortgeschritten. Die Wettbewerbe seien abgeschlossen. Der Ortsbeirat nicht mehr involviert. „Aber eventuell lässt sich an den Fluchten etwas ändern, um den ein oder anderen Baum zu erhalten.“ Grünen-Fraktions-Chefin Miriam Dalke ergänzte selbstkritisch. „Wir müssen künftig bei neuen Bauprojekten anders mit dem Baumbestand umgehen.“

Zwischen Rödelheim und Bockenheim wollen die Nassauische Heimstätte und das Wohnungsbauunternehmen Instone ein Quartier mit bis zu 2000 Wohnungen entwickeln, darunter geförderter Wohnraum. Zudem sind eine Schule, Kitas, Läden und Arztpraxen sowie eine Parkanlage vorgesehen.

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