Bockenheim

Fragen zum Schönhofviertel

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Das geplante Schönhofviertel in Bockenheim sorgt bei Ortspolitikern weiter für Unmut. Mit einem Fragenkatalog an die Stadt will der Ortsbeirat nun Klarheit über klimatische Folgen schaffen.

Einen Fragenkatalog zur Auswirkung auf das Klima und den Erhalt der Bäume im geplanten Schönhofviertel hat der Ortsbeirat 2 auf den Weg gebracht. Das Gremium möchte etwa wissen, warum nicht am Rand des Baugebiets Bäume erhalten werden können, wie viele Neupflanzungen es geben soll und ob die Frankfurter Klimaallianz bei der Aufstellung des Bebauungsplan angewandt wurde, heißt es in der Grünen-Vorlage .

Vor zwei Wochen hat die Stadt mit der Nassauischen Heimstätte und dem Projektentwickler Instone einen städtebauliche Vertrag unterzeichnet. Demnach entstehen auf dem früheren Siemens-Areal bis 2024 Platz für 5000 Menschen, eine Grundschule und Kitas. Die Bürgerinitiative (BI) „Grüne Rödelheimer Landstraße“ kritisiert die Stadt, die zulasse, dass von rund 500 Bäumen alle bis auf zehn gefällt werden. „Nachpflanzungen sind kein Ersatz“, sagt BI-Sprecher Tobias Jörgens. Die Planung passe nicht in die Zeit des Klimawandels.

Dass viele Bäume gefällt werden müssten, liegt laut Planungsdezernat unter anderem am Boden, der kontaminiert sei, sagt Mark Gellert. Auch weise dieser eine „mangelnde Tragfähigkeit“ auf. Zudem seien viele Bäume relativ jung und wüchsen direkt neben Gebäuden. Wenn diese abgerissen werden, bestehe die Gefahr, dass die Bäume in die Baugrube fielen.

Beim Baugebiet handele es sich auch nicht um einen Park, sondern um ein „in die Jahre gekommenes Gewerbegebiet“, in dem ein großer Teil versiegelt sei. Durch die vorgesehene grüne Mitte werde das Areal viel stärker durch Grün geprägt sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare