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Auf der Straße „Zum Rebstockbad“ werde gerast, moniert der Ortsbeirat 2. Eine Verkehrszählung 2019 besagt, dass nur 3,8 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell waren. Foto: Rolf Oeser
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Auf der Straße „Zum Rebstockbad“ werde gerast, moniert der Ortsbeirat 2. Eine Verkehrszählung 2019 besagt, dass nur 3,8 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell waren.

Bockenheim

Fassungslosigkeit nach Unfall am Rebstockbad

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Nach dem Unfall eines Dreijährigen, der in der Straße „Zum Rebstockbad“ von einem Autofahrer erfasst wurde, versucht der Ortsbeirat erneut, gegen die Gefahrenstelle vorzugehen. Die Stadt sieht bislang keinen Handlungsbedarf.

Als FR-Leser Martin Scholz von dem schweren Unfall „Am Rebstockbad“ hört, ist er nach eigener Aussage „fassungslos“. Am Morgen des 9. Dezember hatte ein Autofahrer auf der Straße nahe dem Erlebnisbad ein kleinen Jungen angefahren. Der Dreijährige musste mit schweren Verletzungen stationäre im Krankenhaus aufgenommen werden.

Fassungslos war Scholz, weil der Abschnitt zwischen Autobahn und Messeparkhaus seit vielen Jahren als Gefahrenstelle bekannt ist. „Für viele Eltern mit Kinderwagen und kleinen Kindern ist diese Überquerung jedes Mal ein Spießrutenlauf und sehr gefährlich“, so Scholz. Doch einen Fußgängerüberweg oder gar eine Ampel gibt es trotz einiger Bemühungen des zuständigen Ortsbeirats 2 bislang nicht.

Besagte Straße trennt den alten Rebstockpark vom neuen. Den jüngsten Vorstoß des Ortsbeirats aus dem Mai dieses Jahres, an der Stelle einen Fußgängerüberweg einzurichten, hatte der Magistrat in einer Stellungnahme vom 11. September abgelehnt. Eine weitere Querungsmöglichkeit sei „auch zukünftig nicht vorgesehen“. Denn nach den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen dürfen diese nur dort eingerichtet werden, „wo eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen auf eine bestimmte Anzahl auf Fußgängern“ trifft. Der finanzielle Aufwand für eine Fußgängerquerung mit Markierung und Beleuchtung sei „unverhältnismäßig hoch“. Auch der Vorschlag einer Fußgängerbrücke wurde zurückgewiesen, da eine Brücke „in Erhaltung und Bau ein teures Ingenieursbauwerk“ sei.

Magistrat sieht keine „Raserstrecke“

Das Argument des Ortsbeirats, die Straße „Zum Rebstockbad“ sei als „Raserstrecke“ bekannt, wies der Magistrat mit Verweis auf eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2019 zurück. Von 1222 Autos seien nur 47 zu schnell unterwegs gewesen – 3,8 Prozent. Daher sei auch keine erhöhte Verkehrsüberwachung vorgesehen.

CDU und FDP im Ortsbeirat 2 wollen in der Sitzung am 18. Januar einen neuen Vorstoß wagen und dem Stadtteilgremium eine weitere Vorlage für den Magistrat schmackhaft machen. Darin wird neben der erneuten Forderung eines fußgängerfreundlichen Überwegs auch Tempo 30 auf der gesamten Straße „Zum Rebstockbad“ angeregt. „Wir hoffen, dass sich an dem Antrag noch weitere Parteien anschließen werden“, so Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU).

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