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Ortsbeirat 2.
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Ortsbeirat 2.

Kommunalwahl in Frankfurt

Ortsbeirat 2: Fahrradfreundlicher Grüneburgweg

Die FR hat die Fraktionen und Wählergruppen im Ortsbeirat 2 nach ihren Schwerpunkten für die kommende Wahlperiode gefragt. Das Gremium kümmert sich um die Belange in den Stadtteilen Bockenheim, Kuhwald und Westend.

Am 14. März sind Kommunalwahlen in Frankfurt. Dabei werden auch die Ortsbeiräte neu gewählt. Die FR stellt alle 16 Stadtteilparlamente mit ihren amtierenden Fraktionen vor, erläutert, mit welchen Schwerpunktthemen sie in den Wahlkampf ziehen und welche Parteien neu ins Parlament nachrücken wollen.

Der Ortsbeirat 2 , der für die Stadtteile Bockenheim, Kuhwald und Westend zuständig ist, behandelt Themen für rund 71 700 Menschen. Das Gebiet ist etwa 12,2 Quadratkilometer groß.

Stärkste Fraktion im Stadtteilparlament ist die CDU, sie hat fünf Sitze. Je vier Sitze haben SPD und Grüne. Auf je zwei Mandate kommen FDP und Linke. Mit einer Person sitzen sowohl die BFF als auch die Piraten im Gremium. Ortsvorsteher ist Axel Kaufmann (CDU).

Die SPD wird sich weiter für den Erhalt und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Etwa durch eine konsequente Umsetzung der Milieuschutzsatzungen und mit Blick auf den neuen Stadtteil Am Römerhof. Außerdem sollen progressive Verkehrsprojekte wie der fahrradfreundliche Grüneburgweg oder die autofreie Leipziger Straße angegangen werden. Spitzenkandidat ist Martin Völker.

Die CDU , deren Spitzenkandidat Ortsvorsteher Axel Kaufmann ist, setzt drei Schwerpunkte. Einer ist der Wohnungsbau für alle Segmente und eine Verbesserung der Lebensqualität durch Begrünung von Straßen und Plätzen. Ein weiterer sind sichere Schulwege, barrierefreie Fußwege und mehr Sitzbänke im Ortsbezirk. Zudem will sie den Ausbau von ÖPNV und E-Mobilität vorantreiben.

Für die Grünen tritt Katrin Haus als Spitzenkandidatin an. Sie will sich für mehr Spiel- und Freizeitflächen einsetzen, für das „Leuchtturmprojekt“ Römerhof, ein neues Zentrum Kulturcampus, für einen barrierefreien Westbahnhof und den Lückenschluss der U4. Zudem soll es weniger Leerstand im Ortsbezirk geben.

Die FDP geht mit Sophie Hartmann als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf. Ein Thema ist der Verkehr. Hauptverkehrsstraßen sollen durch den Ausbau von Fahrradwegen entlastet werden. Es soll mehr Wohnraum geschaffen werden. Zur Wahrung der Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum sollen dunkle Fußwege in Grünanlagen beleuchtet und illegale Müllplätze bekämpft werden.

Die Linke strebt eine sozial-ökologische Wende an, kündigt sie an. Entscheidungen sollen am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Daher fordert sie eine autofreie Leipziger Straße. Wohnraum dürfe nicht als Ware betrachtet werden: Leerstand und Zweckentfremdung will sie ächten und Vorkaufsrechte nutzen. Außerdem fordert sie einen Expressbus vom Hauptbahnhof zum Campus Westend als Sofortmaßnahme zur Verkehrswende und setzt sich für einen „nazifreien“ Ortsbezirk ein. Spitzenkandidat ist Hans-Jürgen Hammelmann.

Die Piraten gehen mit Lothar Krauß an der Spitze und dem Motto „Dein Frankfurt. Deine Zukunft“ in den Wahlkampf. Sie wollen, dass Ortsbeiratssitzungen gestreamt werden können und dass Fuß- und Radwege sowie der ÖPNV ausgebaut werden. Auch machen sie sich für eine inklusive und integrative Stadtplanung stark, um eine soziale Durchmischung aller Viertel zu erreichen. Dazu gehört generationsübergreifendes Wohnen und die Förderung alternativer Wohnprojekte.

Die Bürger für Frankfurt (BFF) wollen mit Knut G. Emmert als Spitzenkandidat ein Sprachrohr für Fußgänger:innen sein. Sie setzen sich für den Ausbau des ÖPNV ein, wollen den Grüneburgweg funktionsfähig erhalten sowie das Stadtgrün vermehren. Generell soll sich der Ortsbeirat als Interessenvertreter der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dem Magistrat verstehen.

Insgesamt gibt es neun Wahlvorschläge für den Ortsbezirk 2. Neu ins Stadtteilparlament wollen die Partei „Die Partei“ (Spitzenkandidat Torsten Gaitzsch) und Ökolinx (Helena Szlamenka).

Lesen Sie dazu auch: Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) spricht im FR-Interview über anstehende Verkehrsprojekte im Frankfurter Westen, über die Herausforderungen des Neubaugebiets am Römerhof und über soziales Engagement, wie der Ada-Kantine.

Zusammengestellt von Fabian Böker und Boris Schlepper

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