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Eine Fahrspur weniger auf der Bockenheimer Breitenbachbrücke

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Der Ortsbeirat will auf beide Straßenseiten jeweils eine Fahrbahn wegnehmen.
Der Ortsbeirat will auf beide Straßenseiten jeweils eine Fahrbahn wegnehmen. © Oscar Unger

Ortsbeirat 2 will Raserinnen und Raser bremsen. Auch soll dadurch die Planung des Radschnellwegs „FRM 5 Vordertaunus – Frankfurt“ beschleunigt werden.

Die rechte Fahrspur auf der Breitenbachbrücke soll in beide Richtungen entfallen, so dass jeweils nur noch eine Spur zur Verfügung steht. Das hat der Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Grünen, die den Antrag eingebracht haben, hoffen, dass dadurch auch die Planung des Radschnellwegs „FRM 5 Vordertaunus – Frankfurt“ beschleunigt werden kann. Dieser soll in der Schloßstraße und über die Breitenbachbrücke zwischen Taunus und Frankfurt verlaufen. Wann er gebaut wird, steht noch nicht fest.

Die CDU hatte den Vorschlag abgelehnt. „Ich finde, man kann auf der Breitenbachbrücke sehr gut Fahrrad fahren kann“, betonte Axel Kaufmann (CDU). Die FDP-Vorsitzende Sophie Hartmann hieß den Vorschlag in der Sache grundsätzlich für gut. Allerdings fragte sie sich, was geschehe, wenn der Radschnellweg auch eine komplette Spur brauche.

Die Antwort gab der SPD-Chef Martin Völker. Effekt der Maßnahme solle es sein, dass das Tempo auf der Brücke und am Eingang zu Bockenheim in der Schloßstraße gedrosselt werde. Die zweispurige Fahrbahn auf der Breitenbachbrücke verleite Autofahrer:innen zum Rasen, Geschwindigkeiten von mehr als 60 Kilometer pro Stunde seien dort eher die Regel, denn die Ausnahme. Das hat auch Linke-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Hammelmann beobachtet: „Das ist eine Schnellstrecke, jeder will nur schnell drüber.“

Das deckt sich laut Antrag mit Polizeiangaben. Regelmäßig würden auf der Brücke bei Kontrollen massive Übertretungen festgestellt. Auf jeder Straßenseite existierten mindestens zwei Fahrspuren, die nach der Brücke in einspurige Straßen mündeten. Dies bedeute, dass die zweite Spur für den Verkehrsfluss nicht notwendig sei, sondern ausschließlich zum Überholen diene. Die zuständigen Ämtern hätten mündlich bereits erklärt, dass die einspurige Verkehrsführung möglich sei und den Verkehrsfluss nicht beeinträchtige.

Der Bau eines breiten und baulich getrennten Radwegs entsprechend der Radschnellweg-Standards und soll durch die angeregte Maßnahme begünstigt, keinesfalls verzögert werden. bit

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