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So soll das neue Rebstockbad von innen aussehen.
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So soll das neue Rebstockbad von innen aussehen.

Bockenheim

Das Rebstockbad in Bockenheim soll energieeffizient sein und trotzdem voller Spaß stecken

Im geplanten Neubau soll jede Generation etwas für sich finden. Mit drei Außenbecken soll zudem ein „Freibadfeeling“ geschaffen werden.

Flexibler, energieeffizienter und ressourcenschonender zugleich wird das neue Rebstockbad. Das versprach Boris Zielinski, Geschäftsführer der Frankfurter Bäder-Betriebe, bei der Vorstellung des Projektes in der Sitzung des Ortsbeirates 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) am Montagabend. Mit drei Außenbecken werde zudem „Freibadfeeling“ geschaffen. „Das ist ein Mehrwert. Unser Anspruch war es aber auch, dass jede Generation wieder etwas für sich findet“, betonte Zielinski.

Dem Hamburger Büro Geisinger und Böker Architekten sei das mit seinem imposanten Entwurf gelungen. Dieser setzte sich beim Ideenwettbewerb gegen neun Konkurrenten durch. Der Neubau gliedert das Hallenbad nach Nutzergruppen in verschiedene Gebäudeteile. Vorgesehen sind Erlebnisbad, Sporthallenbad und Saunalandschaft – letztere mit eigenem Eingang. Zu erreichen ist die Sauna auch über den Haupteingang, denn alle Gebäudeteile sind miteinander verbunden. Außerdem gibt es drei Wasserrutschen, die laut Rolf Böker auf eine Kapazität von bis zu zehn Rutschen erweitert werden können.

50-Meter-Bahnen wird es im neuen Rebstockbad allerdings nicht mehr geben. Das kritisierte Florian Schröder, der früher selbst Schwimmer war. „In Frankfurt gibt es keine 50-Meter-Bahnen mehr. Kein Wunder, dass Leistungsschwimmer abwandern“, sagte er und wollte wissen, warum es nur 25-Meter-Bahnen für Sportschwimmer:innen gebe und die Außenbecken lediglich 20 Meter lang seien. Zielinski erklärte, dass perspektivisch ein Schwimmzentrum auf dem Gelände der Sportuniversität in der Ginnheimer Landstraße geplant sei. Und während der Freibadsaison könnten Schwimmer und Schwimmerinnen ins nahe Freibad Hausen oder ins Brentanobad ausweichen, so Zielinski. Als großen Vorzug nannte er, dass die Schwimmsporthalle im neuen Rebstockbad abseits des Erlebnisbades liege. „Schulen und Vereine können so hier auf acht Bahnen in Ruhe trainieren und üben.“

2000 Quadratmeter Wasserfläche

Der Abriss des Rebstockbades hat Ende Mai begonnen. Er wird voraussichtlich ein bis eineinhalb Jahre dauern. Die Arbeiten für den Neubau sollen Ende 2022 starten. Fertiggestellt sein soll das neue Bad nach einer Bauzeit von drei Jahren dann Ende 2025.

Der Neubau kostet 89,5 Millionen Euro. Der Entwurf sieht eine Brutto-Grundfläche von 18 000 Quadratmetern und mehr als 2000 Quadratmeter Wasserfläche vor. Das Außengelände wird terrassenförmig angelegt. Drei Außenbecken sind geplant, eines davon ist über eine Schleuse mit dem Hallenbad verbunden.

Das Rebstockbad ist das größte Hallen- und Erlebnisbad Frankfurts. Mit seinen jährlich 500 000 Besucher:innen war das alte Rebstockbad eines der meistbesuchten Bäder Deutschlands. bit

Die Detailplanung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Zielinski. So sei auch noch nicht klar, welche Farbe die Kacheln haben sollen, antwortete er einem Gast, der mehr Mut zur Farbe forderte. „Wir nehmen Ideen gerne auf, können aber nicht versprechen, alles umzusetzen“, so der Chef der Bäder-Betriebe. Eine Fußgängerbrücke über die Montgolfier-Allee, eine Tiefgarage und eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, wie von Zuhörern angeregt, könne er nur weitergeben.

Das 1982 eröffnete Rebstockbad wird abgerissen, weil die Dachkonstruktion aus Holz Probleme bereitet und die Technik nicht mehr zeitgemäß ist. Grundsätzlich soll Holz nur noch in Ausnahmen verwendet werden, weil es anfällig für Feuchtigkeit ist, schimmelt und marode wird. Auch die Fassade wird deshalb aus einem anderen Material sein; Aluminium ist vorgesehen. Ein langlebiges Material ist laut Joachim Krause vom Projektmanagement für Bauvorhaben von besonderer.

Grundsätzlich werde beim Bau des Rebstockbades großer Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. So sei etwa die Hälfte des begrünten Dachs für Photovoltaik-Anlagen reserviert. Laut Krause versuche man, Geothermie zu nutzen, Brauchwasser werde für Toilettenspülungen genutzt und dem Abwasser, bevor es in die Kanalisation fließe, sogar noch Wärme entzogen. Außerdem würden Gebrauchsgegenstände wie Spinde nicht neu angeschafft.

Selbst der Beton des alten Rebstockbades soll aufbereitet und für den Neubau verwendet werden.

Drei Becken wird es auf dem Außengelände geben.

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