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Frankfurt: Mehr Sicherheit für Menschen zu Fuß oder per Rad auf der Sophienstraße

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Von: Boris Schlepper

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Bislang gibt es keinen durchgängigen Radweg auf der Sophienstraße in Frankfurt, kritisiert der Ortsbeirat 2.
Bislang gibt es keinen durchgängigen Radweg auf der Sophienstraße in Frankfurt, kritisiert der Ortsbeirat 2. © Rolf Oeser

Der Ortsbeirat will die Sophienstraße in Frankfurt umgestalten lassen. Geplant ist etwa ein durchgängiger Radweg, für den Parkplätze verloren gingen.

Frankfurt - Die Sophienstraße in Frankfurt* soll für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, sicherer werden. Dafür soll die Straße nach dem Willen des Ortsbeirats 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) umgestaltet werden. In einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von Grüne und FDP haben die Stadtteilpolitiker:innen eine Reihe von Vorschlägen zusammengetragen, die der Magistrat nun prüfen soll.

Geht es nach dem Ortsbeirat, soll etwa ein Radweg auf der gesamten Länge der Sophienstraße durchgehend in roter Farbe markiert werden. Dafür soll zwischen Am Weingarten und Zeppelinstraße eine der beiden stadtauswärts führenden Fahrbahnen in einen Radspur umgewandelt werden. Damit es ausreichend Platz zwischen den Radfahrenden und den parkenden Autos gibt, regen die Anragstellerinnen Sophie Hartmann (FDP) und Melanie Gräßner (Grüne) an, dort Längsparken anstelle des Querparkens einzuführen. Auch stadtauswärts soll in dem Abschnitt – so möglich – eine Fahrspur in einen Radweg umgewandelt werden.

Frankfurt-Bockenheim: Sophienstraße „schwierig und in Teilen gefährlich“

Änderungen soll es auch zwischen Basaltstraße und Franz-Rücker-Allee geben, wo Autos künftig nur noch stadteinwärts quer zur Straße geparkt werden dürfen. Im Abschnitt zwischen Ginnheimer und Basaltstraße soll die Sicherheitszone der Radfahrenden zu parkenden Fahrzeugen vergrößert werden. Damit Fußgänger:innen und radelnde Kinder an der Gaststätte in Höhe der Straße Am Weingarten weiterhin ausreichend Platz haben, soll die Stadt Frankfurt dem Lokal im Sommer einen Parkplatz für die Außengastronomie anbieten.

Derzeit sei die Sophienstraße für den Fuß- und Radverkehr „schwierig und in Teilen gefährlich zu nutzen“, heißt es in der Begründung. Durch quer parkende Autos seien die Gehwege oft sehr stark verengt, so dass mobilitätseingeschränkte Personen und Menschen mit Kinderwagen kaum passieren könnten. Der Radweg sei lückenhaft und vor allem stadteinwärts unzureichend. „Zum Teil hört er einfach auf“, moniert Gräßner. An anderen Stellen werde er derart zugeparkt, dass die Frankfurter Straßenbahn nicht mehr sicher an Radfahrenden vorbeifahren könne.

An der Kreuzung Sophien-/Gräf- und Ludolfusstraße könnten Radfahrende gar nicht auf den Radweg fahren, da dort das Parken von Autos auf dem Bürgersteig gestattet ist, wo eigentlich der Weg verläuft. Gerade Familien mit Kindern und junge Menschen auf ihrem Schulweg seien dadurch gezwungen, mit dem Fahrrad auf den Bürgersteig auszuweichen, was zu Konflikten führe.

Stadt Frankfurt will Wünsche für Bockenheim prüfen

Die meisten Vorschläge fanden die Zustimmung aller Mitglieder des Ortsbeirats. Die CDU lehnte jedoch die Maßnahmen ab, weil dadurch Parkplätze verloren gehen würden. In dem Abschnitt zwischen Basaltstraße und Franz-Rücker-Allee etwa gebe es „keine dringende Notwendigkeit“, die Parkmöglichkeiten zu ändern, sagte Stephanie Kenedi (CDU). Dadurch fielen zu viele Stellplätze weg. In dem Bereich gebe es bereits ein großes Parkproblem, sagte auch die Kinderbeauftragte Annette Passarge, „dann finden die Anwohner dort gar keine Parkplätze mehr“.

Die Stadt Frankfurt werde die Vorschläge sorgfältig prüfen, sagt Stefan Lüdecke vom Mobilitätsdezernat. „Wir nehmen die Wünsche auf.“ Für die Forderungen sei eine „generelle Überplanung der Straße nötig. Wann mit der Planung und einer Umsetzung begonnen werde, könne er nicht sagen: „das ist völlig offen“. Denn bislang gebe es für die Sophienstraße noch keine Pläne. „Es gibt Straßen, die für uns eine höhere Priorität haben“, so Lüdecke. Etwa, da es dort größere Mängel gebe oder ein höheres Verkehrsaufkommen. (Boris Schlepper)

Neben der Sophienstraße ist in Frankfurt-Bockenheim auch die Leipziger Straße wieder in den Fokus geraten. Dort steht eine Verkehrsberuhigung zur Debatte.

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