Gemeinsam werden dann die Codes geknackt.

Escape-Room in Bockenheim

Kirche lockt mit biblischem Escape-Room in Bockenheim

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In der Bockenheimer Sankt-Elisabeth-Gemeinde wird in einem Spiel der Schlüssel zum Weinkeller gesucht. 

Da drinnen findet eine Hochzeit statt, aber der Wein geht allmählich zuneige und ich habe Angst, dass die Stimmung kippt“, erklärt Schwester Nathalie Korf den vier jugendlichen Besuchern das Setting des biblischen Escape-Rooms im Gemeindehaus der Sankt-Elisabeth-Kirche. „Zwar habe ich noch ein paar Flaschen im Weinkeller, doch finde den Schlüssel dafür nicht mehr – könnt ihr mir helfen?“

Mit neugierigen Blicken betreten die Geschwisterpaare Helena (16) und Roman (14) sowie Leo (11) und Tom (14) den für die Hochzeit zu Kana hergerichteten Raum. Im Handumdrehen beginnen sie damit, jeden Gegenstand hochzuheben und genauestens unter die Lupe zu nehmen. Denn um das Rätsel nach dem verloren gegangenen Schlüssel zum Weinkeller zu lösen, müssen die Jugendlichen nicht nur mehrere Codes knacken und verschiedene Indizien miteinander kombinieren. Sie müssen dafür auch erst ein mal die überall im Raum versteckten Hinweise ausfindig machen und diese dem jeweils zu knackenden Code zuordnen. Und haben dafür nur 60 Minuten Zeit. 

Escape-Room: Gemeinsame Strategie finden  

„Wir suchen erst mal alles, was wichtig erscheint zusammen und sammeln es hier“, schlägt Helena vor und breitet die ersten Hinweiskärtchen aus. Währenddessen stößt Roman auf einen, in der Ecke des Raumes versteckten, Lederkoffer. „Dafür brauchen wir die Kombination“, stellt er fest. Doch selbst als sie diese gemeinsam herausgefunden haben und der Koffer seinen Inhalt offenbart, ist das Spiel noch lange nicht zu Ende. Denn in dem Koffer hat sich selbstverständlich nur ein weiteres Puzzlestück zur Lösung des Rätsels befunden: eine Bibel.

Auch Familien haben sich in diesem Raum auf Geheimnissuche begeben.

Organisiert hat den ersten biblischen Escape-Room in Frankfurt Schwester Korf von der katholischen Pfarrei Sankt Marien. Sie befindet sich derzeit noch in der Ausbildung zur Gemeindeassistentin und kennt das Konzept aus ihrem Ausbildungskurs. „Dabei steht eindeutig der Spaß im Vordergrund, es handelt sich dabei nicht um Missionsarbeit“, erzählt sie. Große Vorkenntnisse benötigen die Besucher zur Lösung des Rätsels auch nicht. „Nur eine Bibel sollte man vorher vielleicht schon mal in der Hand gehabt haben“, fügt sie lächelnd hinzu.

Insgesamt zwölf verschiedene Gruppen haben am Wochenende den Escape-Room besucht, berichtet sie weiter. Die Rückmeldungen der Besucher, die nicht ausschließlich zur Kerngemeinde gehörten, fielen dabei bisher durchgehend positiv aus. „Auch diejenigen, die bereits kommerzielle Escape-Rooms kannten, fanden die Idee gut umgesetzt“, freut sich Korf abschließend. Und auch den Jugendlichen hat der Besuch gut gefallen. „Es ist nicht unbedingt leicht zu lösen, aber dafür interessant“, so Leos Fazit.

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