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Alte Feuerwache wird abgerissen: Neues Objekt mit Mietwohnungen entsteht

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Von: Friedrich Reinhardt

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In der alten Feuerwache in der Schwälmer Straße war bereits der Bockenheimer Saalbau untergebracht. Auch zahlreiche Ortsbeiratssitzungen fanden dort statt.
In der alten Feuerwache in der Schwälmer Straße war bereits der Bockenheimer Saalbau untergebracht. Auch zahlreiche Ortsbeiratssitzungen fanden dort statt. © Oscar Unger

Die Alte Feuerwache am Kurfürstenplatz wird abgerissen. Geplant sind der Bau einer neuen, modernen Rettungswache sowie 14 Wohnungen. Die Arbeiten sollen bis 2025 fertig sein.

Frankfurt – Drinnen dröhnen die Vorschlaghammer, auf dem Hof steht ein gelber Radlader und stemmt einen Schuttcontainer in die Höhe. Fast unbemerkt haben die Abrissarbeiten der Feuerwache an der Ecke Schwälmer Straße/Kurfürstenplatz begonnen.

Vor dem in die Jahre gekommenen Gebäude mit seiner schmutzig gelben Fassade – das auch den Bockenheimer Saalbau beherbergte, Ort unzähliger Ortsbeiratssitzungen – weisen Halteverbotsschilder darauf hin, dass dort seit dieser Woche dem Gesamtabriss des Gebäudes begonnen wurde. Um Platz zu schaffen für den Neubau der ABG Frankfurt Holding, die den Standort nach einer umfassenden Modernisierung reaktivieren will. Abriss und Neubau sind die ersten beiden Schritte eines Konzepts, das die Feuerwehr und die ABG ausgetüftelt haben: „Der Abriss wird allerdings am 28. Februar kommenden Jahres abgeschlossen“, so ABG-Chef Frank Junker. „Für den Neubau kommen nochmal 24 Monate hinzu.“

Frankfurt: 14 Mietwohnungen zusätzlich zur Feuer- und Rettungswache

Insgesamt sollen Abriss und Neubau zur Verstärkung der Einsatzkräfte in der Innenstadt beitragen. Einen „dringend benötigten“ zusätzlichen Standort habe man mit dem Neubau der Bockenheimer Wache nun gefunden. „Eine umfangreiche Standortsuche hat letztlich zu der Entscheidung geführt, die ehemalige Feuerwache am Kurfürstenplatz in Bockenheim, in der in den vergangenen Jahren der Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe stationiert war, dauerhaft als Feuer- und Rettungswache zu reaktivieren“, sagt ein Sprecher.

Nach dem Abriss des Gebäudes soll dort eine moderne Feuer- und Rettungswache entstehen. Hinzu kommen 14 Mietwohnungen inklusive Tiefgarage. 2025 wolle man mit dem Neubau fertig sein. Vier Rettungswagen und ein Löschauto sowie Aufenthalts- und Büroräume entstehen an dem Standort.

Frankfurt: Nächstes Bauprojekt im Gallus schon in den Startlöchern

Für die Wehr und die ABG ist es nicht das einzige gemeinsame Projekt. Sobald die Bockenheimer Wache steht, geht es im Gallus direkt weiter. Es sei dringend erforderlich, dass die aus dem Jahr 1901 stammende Feuerwache in der Heinrichstraße erneuert werde, teilt die Feuerwehr mit. Mehrfach wurde schon darüber berichtet, dass zunächst das dortige Personal nach Bockenheim versetzt wird. Inklusive seiner beiden Löschfahrzeuge. Im Anschluss daran kann mit dem Neubau im Gallus begonnen werden. Dort werden Teile der historischen Wache nicht abgerissen, da sie unter Denkmalschutz stehen. Neben dem modernen Neubau werden auch dort Mietwohnungen, insgesamt 41, und ein Feuerwehrwohnheim mit Tiefgarage gebaut.

In Bockenheim sind im Anschluss an die Reaktivierung der Feuerwache die Verkehrsplaner gefordert. Im Verkehrskonzept muss berücksichtigt werden, dass die Feuerwehr zu Einsätzen ausrückt und an der Kreuzung mit der Schloßstraße eine Ampel errichtet werden muss. Zu bedenken ist auch, dass die Schloßstraße komplett umgestaltet werden muss, weil einerseits ein Teilstück des geplanten Radschnellwegs von Frankfurt in den Vordertaunus dort entlangführt. Andererseits wird die Straßenbahnlinie 13, das ist so im Nahverkehrsplan 2025+ vereinbart, bis dahin reaktiviert werden und durch die Schloßstraße bis zur Endhaltestelle Industriehof fahren.

Eine Variante sieht vor, dass Verkehr auf der asphaltierten Straßenbahntrasse rollt. Die einstige Fahrbahn steht dem Radverkehr zur Verfügung. (mag)

Auch ein Hochhaus am Hafentunnel in Frankfurt wird umgebaut.

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