Bockenheim

Bockenheim: Kaum Protest gegen Wireless-Festival

  • schließen

Die Anwohner akzeptieren das Musikevent am Rebstock. Nur sollte der Veranstalter den Parkraum besser kontrollieren.

Der Unmut der Nachbarschaft ist nicht so groß, als dass das Wireless-Musikfestival nie mehr am Rebstock gastieren dürfte. Anfang Juli hatten dort an zwei Tagen 70 000 Menschen gefeiert und einer bunten Auswahl an Künstlern zugejubelt. Hernach hat sich mancher über Lärm und Müll beschwert.

Der Ortsbeirat 2 hat in seiner jüngsten Sitzung darum einstimmig einen Antrag der Grünen beschlossen, der die Stadt um Auskunft bittet. Die Verwaltung möge ein Fazit ziehen. Darlegen, wie die Auflagen erfüllt worden seien, ob das Festival noch einmal an den Rebstock komme und erläutern, wie die Bürger im Vorfeld informiert wurden. Das Gremium hat auch die Bürger noch einmal zu ihren Erfahrungen befragt.

Die sind größtenteils versöhnlich gestimmt. Die veränderte Verkehrsführung müsste den Radlern besser angekündigt werden, wünscht einer. Der Parkverkehr müsste besser geregelt sein, andere. Er habe auf dem Balkon gesessen und der Musik gelauscht, erzählt einer, der auch lobt, wie schnell die Organisatoren den Müll aufgesammelt hätten. Eine Mutter kritisiert, dass Festivalbesucher in Hofeingänge uriniert hätten. Eine andere, dass sie vor dem Supermarkt „herumgelungert“ hätten.

Das Gros der Leute hat das Festival aber akzeptiert. Nur weitere Veranstaltungen wünschen sich die Bürger nicht mehr fürs Quartier. Mit dem Afrikanischen Kulturfest und dem Afro-Karibischen Festival seien es denn auch genug.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare