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Bockenheim: Feministische Bibliothek hat eröffnet

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Von: Kathrin Rosendorff

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Das Team der feministischen Bibliothek sind Marie, Stella, Julia, Amelie und Jola (v.li.)
Das Team der feministischen Bibliothek sind Marie, Stella, Julia, Amelie und Jola (v.li.) © Renate Hoyer

Im Studierendenhaus in Bockenheim hat am Dienstag die feministische Bibliothek eröffnet. Bald soll es hier auch Lesungen geben. Es ist ein geschützer Raum. Ausschließlich Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Menschen sind willkommen.

Feministische Bibliothek steht in goldenen Buchstaben an der Tür im Studierendenhaus in Bockenheim. In den Regalen sind Werke von „Schwarzer Feminismus“ bis zu „Die Frauen von Belarus“ einsortiert. Aber auch Ordner mit feministischen Abschlussarbeiten etwa zu „Frauen, Krieg, Kosovo“ sind zu finden. Auf einer Postkarte steht: „Schöner leben ohne Macker“.

Bei der Eröffnungsfeier an diesem Dienstag können Besucher:innen Bücherwünsche hinterlassen. Es gibt Glühwein, eine Tombola und Führungen. „Die Idee, eine feministische Bibliothek zu eröffnen, hatten wir vor einem Jahr am WG-Küchentisch“, erzählt Jola. Die 26-Jährige ist eine der fünf Studierenden, die zum unabhängigen wie motivierten Team gehören. „Wir dürfen die Räumlichkeiten des autonomen Flinta-Referats nutzen“, sagt Amelie (25). Einlass haben nicht nur Studis, aber ausschließlich Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Menschen. Es soll ein geschützter Raum sein. Lesungen mit Plauder- und Diskussionsrunden sind geplant. „All Gender“ sind willkommen, sich etwas auszuleihen. „Wir geben Cis-Männern die Bücher aus dem Fenster raus“, sagt Amelie. Queersein findet sich auch bei der Kinder- und Jugendliteratur wieder.

Ein Bestand aus 500 Büchern sei schon dort gewesen. „Aber das waren Bücher zu feministischen Kämpfen bis in die 1920er, den 60er, 80er und 90er Jahren. Wir haben den Bestand um moderne Kämpfe und Belletristik verdoppelt.“ Es gab 200 Bücherspenden von der Sozialwissenschaftlerin Mechthild Jansen sowie Geld für Neueinkäufe vom Asta, der Goethe-Uni und dem Frankfurter Jugendring.

Der Bestand soll in Zukunft, auch online zu finden sein. Flyer, Plakate aus der Frankfurter feministischen Bewegung sollen archiviert werden. „Schickt uns eure Druckmaterialien. Diese Zeugnisse sind das Herzstück unserer Bibliothek“, sagt eine Rednerin, bevor der Sektkorken knallt.

Ab 10. Januar ist die Bibliothek, Mertonstraße 26, dienstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Instagram: fembib.ffm

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